Kurt Cobain

Kurt Cobain, Ralph Ueltzhoeffer Textportrait
Kurt Cobain, Portrait/Porträt – Textportrait Kurt Cobain – Biographie: Ralph Ueltzhoeffer 2009 [DE] (Text: 23.06.09 Wikipedia.org – Kurt Cobain) Kurt Donald Cobain (* 20. Februar 1967 in Aberdeen, Washington; † 5. April 1994 in Seattle) war ein US-amerikanischer Rockmusiker. Besondere Berühmtheit erlangte er als Sänger und Gitarrist der Band Nirvana, für die er zudem fast alle Lieder schrieb […] Text: Kurt Donald Cobain (* 20. Februar 1967 in Aberdeen, Washington; † 5. April 1994 in Seattle) war ein US-amerikanischer Rockmusiker. Besondere Berühmtheit erlangte er als Sänger und Gitarrist der Band Nirvana, für die er zudem fast alle Lieder schrieb. Leben Kindheit und Jugend bis 1986 Als Sohn von Wendy und Donald Cobain und Bruder von Kimberly Cobain verlebte Kurt Cobain seine Kindheit in Aberdeen, 140 Kilometer südwestlich von Seattle. Als Cobain acht Jahre alt war, ließen sich seine Eltern scheiden. Cobain lebte mit seiner Mutter von nun an in Aberdeen, an der Westküste der USA. Die Trennung der Eltern verursachte bei ihm psychische Beschwerden. Als Kind war er hyperaktiv und musste Medikamente, u. a. Ritalin, nehmen, deren Nebenwirkungen sich durch Schlaflosigkeit äußerten. Später zog er zu seinem Vater, da er mit dem neuen Lebensgefährten der Mutter nicht auskam. Als später auch sein Vater Donald eine neue Partnerin mit zwei Kindern heiratete, verschlechterte sich das Verhältnis zu Cobains Bezugsperson. Aus dem Lied Serve the Servants (1993, In Utero) geht hervor, dass Cobain seinem Vater gegenüber Hassgefühle entwickelt hat. Das Lied ist jedoch eine Botschaft an den Vater, die Gefühle der Abneigung hätten sich verflüchtigt. Cobain selbst sagt dazu: „Ich wollte immer einen Vater haben, doch stattdessen bekam ich einen Papi. Ich möchte dich nur wissen lassen, dass ich dich nicht mehr hasse. Da ist nichts, was ich sagen könnte, das ich nicht schon vorher dachte.“ – Textauszüge aus dem Song Serve The Servants (1993, In Utero) Mit dem Tod erstmals konfrontiert wurde Cobain im Jugendalter, als drei seiner Großonkel Suizid begingen. Außerdem sah er bereits im Jugendalter die Leiche eines Jungen aus der Nachbarschaft, der sich an einem Baum erhängt hatte. Mit Musik kam Cobain sehr früh in Berührung. Ein Aufnahmegerät bei seiner Tante wurde oftmals dazu benutzt, Töne, Geräusche und die eigene Stimme aufzunehmen. Als kleines Kind bekam er ein Kinder-Schlagzeug geschenkt. Seine Schwester zerstörte dieses jedoch mit einem Schraubendreher. Zum 14. Geburtstag bekam Cobain von seinem Onkel Chuck seine erste Gitarre geschenkt. Mit 15 Jahren lernte Cobain 1982 Krist Novoselic kennen, mit dem er jedoch erst einige Zeit später gemeinsam Musik machte. In den Folgejahren freundete sich Cobain auch mit Buzz Osborne (Sänger/Gitarrist) und Dale Crover (Schlagzeuger), beide von der Band The Melvins, an. Er und Crover spielten gemeinsam auch bei Fecal Matter, Cobains erstem Musikprojekt. Auch wenn der spätere Musikstil nur noch wenig mit dem der The Melvins zu tun hatte, beeinflusste ihn Love Buzz entscheidend und führte ihn an Indie- und Punkrock heran. Nach mehreren heftigen Streitereien mit beiden Elternhäusern wechselte Cobain in dieser Zeit und den folgenden Jahren mehrmals den Wohnsitz und wohnte zwischenzeitlich bei seinen Großeltern, einem seiner Onkel, bei den Eltern seines Freundes Jesse Reed – insgesamt bei zehn verschiedenen Familien in vier Jahren. Mit 18 Jahren brach Cobain die Schule ab und zog nach Olympia, Washington. Dort lebte er zusammen mit seiner Freundin Tracy Marander. Als Cobain keine Arbeit fand, geriet die Beziehung in eine Krise. Zu diesem Zeitpunkt schrieb er den Song About a Girl, der sich auf Tracy bezog. In der Zeile I can’t see you every night for free spielt er darauf an, dass er öfter ausziehen und in seinem Auto übernachten musste, weil sie mit seiner Antriebslosigkeit nicht zurecht kam. Dennoch gab er ihr gegenüber niemals zu, dass der Song von ihr handelte. 1986 bis 1994 Ab 1986 trat Cobain mit Novoselic in verschiedenen Bands auf, aus denen 1987 Nirvana entstand. Mit Nirvana veröffentlichte Cobain drei Studioalben und eine B-Seiten-Zusammenstellung sowie zahlreiche Singles und EPs und war als Solokünstler an anderen Veröffentlichungen befreundeter oder nahestehender Bands und Künstler beteiligt. Am 11. April 1989 befand sich Cobain mit seiner Band auf Tour im Satyricon Club in Portland. Dort traf er Courtney Love, die Sängerin der Band Hole. Love und Cobain heirateten am 24. Februar 1992 in Waikiki auf Hawaii. Am 18. August 1992 wurde ihre Tochter Frances Bean geboren. Ihr Vorname ist eine Anlehnung an die von Kurt verehrte Band The Vaselines, im speziellen an die Sängerin Frances McKee. So sind auch einige Lieder der Vaselines von Nirvana gecovert worden, zum Beispiel „Jesus Doesn’t Want Me For A Sunbeam“ (Son of a Gun, Molly’s Lips). 1994 Cobain litt schon sehr früh unter Magenproblemen. Ärzte konnten die Ursache dafür nicht genau diagnostizieren, was eine gezielte Behandlung unmöglich machte. Er selbst bezeichnete seine Krankheit daher als „Cobain’s Disease“ (auf dt. Cobainsche Krankheit). Während der anstrengenden Tourneen verstärkten sich Cobains Magenprobleme. Der kurzzeitige Verzicht auf Alkohol und Zigaretten zeigte dabei keine Verbesserung. Durch die ersten Erfahrungen mit Drogen im musikalischen Umfeld entdeckte er diese als Mittel zur Schmerzlinderung. Ab 1990 spritzte sich Cobain immer öfter Heroin. Nach der Veröffentlichung des Albums Nevermind 1991 wurde sein Drogenmissbrauch immer exzessiver. Alle späteren Versuche Cobains, von der Droge wieder loszukommen, waren trotz insgesamt sechs Therapieanläufen erfolglos. Anfang März 1994 wurde die In-Utero-Tour aufgrund von Cobains Magenproblemen unterbrochen. Cobain und Ehefrau Courtney Love flogen am 2. März nach Rom. Dort wurde Cobain zwei Tage später – im Koma liegend – in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Mediziner konstatierten einen Suizidversuch durch Einnahme von Beruhigungsmitteln. Kurze Zeit später widersprach Kurt Cobain allerdings dieser Aussage, und teilte der Öffentlichkeit mit, dass dies lediglich ein Versehen gewesen sei, weil er Beruhigungsmittel genommen und danach zu viel Alkohol getrunken habe. Auf Drängen des näheren Umfeldes unterzog Cobain sich einem Drogenentzug im Exodus Recovery Center in Marina del Rey. Bereits am 1. April floh Cobain jedoch von dort und tauchte unter. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Band bereits aufgelöst, was Dave Grohl und Krist Novoselic aber erst Jahre später bestätigten. Drei Tage später, am 5. April, starb Cobain in seinem Haus in Seattle. Er wurde mit einer dreifachen Überdosis Heroin und einem Kopfschuss aus seiner Schrotflinte aufgefunden. Er hinterließ einen Abschiedsbrief, der mit folgenden Zeilen, die aus dem Neil-Young-Song My My, Hey Hey (Out Of The Blue) entnommen waren, endete: „It’s better to burn out than to fade away“ – Kurt Cobain im April 1994, letzte Worte in seinem Abschiedsbrief Obwohl Wendy O’Connor, Kurt Cobains Mutter, bereits am 3. April eine Vermisstenanzeige aufgegeben hatte, wurde sein Leichnam von einem am Haus arbeitenden Elektriker erst drei Tage nach dem Suizid, im Raum über seiner Garage, aufgefunden. Grabstätte Kurt Cobain wurde am 14. April 1994 eingeäschert. Einen kleinen Teil der Überreste verstreute Courtney Love an den unterschiedlichsten Orten. Sie begrub beispielsweise einen Teil an einem Baum auf ihrem letzten gemeinsamen Grundstück. In einem Interview mit dem Musiksender MTV behauptete Courtney Love allerdings, der größte Teil befinde sich in einem Bankschließfach. Auch zehn Jahre nach dem Tod Cobains verweigerten die Behörden von Seattle ihm noch immer eine offizielle Grabstätte mit der Begründung, man wolle keinen Ansturm von Verehrern, wie am Pariser Grab des Doors-Sängers Jim Morrison. Am 3. Juni 2008 wurde bekannt, dass Cobains Asche im Mai 2008 aus dem Hause seiner Witwe Courtney Love gestohlen wurde. Sie hatte die Asche jahrelang in einer Tasche in ihrem Kleiderschrank aufbewahrt.[1] Mordtheorien Kurze Zeit nach seinem Tod entstanden Verschwörungstheorien, die einen Mord oder gar einen Auftragsmord am Rockstar beweisen wollten. Literatur, Dokumentations- und Spielfilme zu der vermeintlichen Verschwörung sind seither veröffentlicht worden. Diese entbehrten jedoch eindeutiger Beweise, so dass die Staatsanwaltschaft keine weiteren Ermittlungen aufnahm. Die Befürworter der Mordtheorien machen ihre Spekulationen hauptsächlich an dem nachgewiesenen hohen Heroingehalt in seinem Blut fest. Durch eine zeitlich vorgelagerte zusätzliche Einnahme von Diazepam, das die Wirkung der Droge Heroin verstärken soll, könne er danach nicht mehr in der Lage gewesen sein, sich zu erschießen. Zudem wurden laut des kriminalistischen Berichts keinerlei verwertbare Fingerabdrücke auf dem Gewehr gefunden, obwohl sich dieses bereits seit mehreren Tagen im Besitz des Sängers befand. Befürworter der Suizidtheorie geben hingegen zu bedenken, dass es außer gerüchtebeladenen Meinungen keine wissenschaftliche Analyse über die tatsächliche Fähigkeit Cobains gab, sich unmittelbar nach der Injektion der Drogen mit einem Gewehr zu töten; auch wurde die tatsächliche Dosis nicht offiziell bestätigt. Der Nachlass Heute wird das immer noch anwachsende Vermögen des Künstlers auf weit über 100 Millionen Dollar geschätzt. Alle Rechte am Nachlass des Künstlers werden von der Witwe Courtney Love und der Tochter Frances Bean wahrgenommen. 1997 einigte sich Love mit den Bandmitgliedern Grohl und Novoselic auf eine partnerschaftliche gemeinsame Verwaltung des künstlerischen Erbes, das einen Großteil des gesamten Nirvana-Repertoires ausmacht. Ende 2005 verkaufte Courtney Love ein Viertel der ihr vermachten Rechte für 70 Millionen Pfund Sterling (rund 88 Millionen Euro) an Martha Stewart. Auf einer vom Magazin Forbes im Jahr 2006 veröffentlichten Liste war Cobain auf Platz Eins der „am besten verdienenden Toten“ gelistet.[2] Kurt Cobain wird wie andere einflussreiche Musiker dem Klub 27 zugeordnet. Leistungen Von und mit Cobain sind zahlreiche Bücher, Bilder und Tonträger erschienen. Nach seinem Tod wurden mehr Alben veröffentlicht, als zu seinen Lebzeiten. Die popkulturelle und gesellschaftliche Einordnung seiner Band Nirvana stand unter den Zeichen einer veränderten Weltordnung (u.a. das Wegfallen des Ostblocks durch den Fall der Berliner Mauer 1989). Die Jugend dieser Zeit, der es aufgrund der gesellschaftlichen Veränderungen an Orientierung fehlte, wird häufig als Generation X bezeichnet. Vor allem sie wurde zur Zielgruppe der Band. Nirvana verkörperte eine Bewegung, die ein Bewusstsein für die gesellschaftliche und politische Ordnung transportieren wollte, fälschlicherweise aber genau als das Gegenteil verstanden wurde, nämlich als hoffnungs-, orientierungs- und lustlos. Von Nirvana gab es zahlreiche inhaltliche Bekenntnisse auf der Bühne, in den Medien und auf den eigenen Veröffentlichungen. Auch in den Texten der Lieder finden sich Fragmente von politischen Botschaften, welche zu einem „orientierungslosen Slacker ohne Hoffnung und Freude“ nicht so recht passen mögen. So äußerte sich Kurt Cobain profeministisch, prohomosexuell, antirassistisch und zu anderen linkspolitischen Themen wie Polizeigewalt, Obrigkeitsstaat und Kirche. Ein Bild aus den Tagebüchern von Kurt Cobain zeigt beispielsweise das Iron-Maiden-Maskottchen Eddie, welches die Weltkugel mit seinen Krallen in zwei Stücke reißt. Mit fletschenden Zähnen scheint das Monster mit einem Happen das nun in der Luft hängende Herz auffressen zu wollen. Daneben steht eine rückblickende persönliche Betrachtung der 1980er Jahre: „Das ist ein unterschwelliges Beispiel für eine Gesellschaft, die sich mit ihrem Maßstab aus Gier ausgesaugt und selbst gefickt hat.“ – Kurt Cobain: 1987, undatierter Tagebucheintrag Die gesellschaftliche Bedeutung von Cobains Schaffenswerk ist nicht allein hinter dem Effekt zu suchen, dass die Band viele junge Menschen dazu inspirierte, selbst zum Instrument zu greifen, um eigene Erfahrungen, Eindrücke und Erlebnisse darüber auszudrücken und sie so zu verarbeiten. Er und Nirvana brachen vielmehr öffentlichkeitswirksam mit gesellschaftlichen Normen und Codes und erreichten in der davon ausgehenden Breitenwirksamkeit mehr als nur eigene Fans. Vielmehr erfasste ein bestimmter Lifestyle und Habitus weltweit die Gesellschaft, welche sich dieser geänderten Bedingungen annahm und sie für sich umdeutete. Daher kann die Wirkung als eine Reform bestehender Verhältnisse beschrieben werden, die mit fortschreitender Etablierung jedoch wieder in die kritisierten kulturpolitischen Zustände zurückführte. Fender Jagstang Cobain gestaltete gemeinsam mit der Gitarrenfirma Fender Ende 1993 seine eigene Signature-Gitarre: die Fender Jagstang. Diese ist ein Hybrid aus den beiden Fender-Modellen Mustang und Jaguar. Cobain spielte die Gitarre allerdings nicht häufig. Veröffentlichungen zu Lebzeiten Mit Nirvana selbst veröffentlichte Cobain drei Alben (1989 Bleach, 1991 Nevermind, 1993 In Utero) sowie eine Zusammenstellung von Raritäten (1992 Incesticide). Zudem wurden zwei EPs (1989 Blew, 1992 Hormoaning) und 13 Singles veröffentlicht. Die bekanntesten Singles sind Smells Like Teen Spirit, Come As You Are (beide 1991 Nevermind) und Heart Shaped Box (1993 In Utero). Als Solokünstler veröffentlichte er eine Platte zusammen mit dem Schriftsteller William S. Burroughs, zu dessen vorgetragener Geschichte „Priest They Called Him“ Cobain Gitarre spielte. Darüber hinaus gab es zahlreiche gemeinsame Stücke mit Courtney Love (u. a. 1993 Live Through This). Als Maler und Zeichner hinterließ Cobain viele selbst angefertigte Comics, Gemälde und Zeichnungen sowie plastische Arbeiten, von denen eine auf der Rückseite des Albums In Utero zu sehen ist. Diese zeigt eine von Cobain in Rosa eingefärbte 3-D-Collage. Hier liegen Föten und ausgewachsene Babys in einem Brei aus Blumen, Knochen und Innereien gehäuft. Um das Bild herum sind verschiedene Symbole aufgereiht, welche im Zusammenhang mit griechischer Mythologie stehen. Posthum publiziertes Material Nach Kurt Cobains Tod stellt die Aufzeichnung des Nirvana-Auftritts zu MTV Unplugged in New York als ein sehr besonderes Konzert seiner Karriere und der seiner Band einen Nachruf auf den Künstler dar. Es wurde im November 1994 als Live-Album herausgebracht. Dazu wurde die Single About A Girl (Unplugged) (im Original 1989, Bleach) ausgekoppelt sowie weitere Videoclips vom Konzert zu Werbezwecken herausgebracht. From the Muddy Banks of the Wishkah (engl. Von den schlammigen Ufern des Wishkah) ist das zweite Live-Album, welches 1996 erschien. Es wurde vom Bassisten Krist Novoselic in Erinnerung an Kurt Cobain zusammengestellt. In Aberdeen, wo der Wishkah River auf die Sandbänke des Pazifischen Ozeans trifft, war die Band 1987 entstanden. An diesem Ort hatte Nirvana begonnen, ihre expressionistischen Eindrücke mit Musik zu verarbeiten. 2002 wurde eine Compilation veröffentlicht, auf der viele Lieder digital neu gemastert wurden. Außerdem enthielt diese Platte ein neues Lied („You Know You’re Right“). Dieses war ein Vorgeschmack auf die bisher umfangreichste Zusammenstellung des Nachlasses des Musikers: With The Lights Out erschien am 19. November 2004 in den USA sowie am 22. November in Deutschland als Box-Set, bestehend aus 3 CDs mit vorwiegend unveröffentlichten Demo-Aufnahmen und Rohaufnahmen der Hits der Band und einer DVD mit größtenteils unveröffentlichtem Material. Courtney Love veröffentlichte unter anderem auch die Journals – Kurt Cobains Tagebücher (2002). Diese enthalten abfotografierte Auszüge aus seinen Notizen, Entwürfen und Tagebüchern. „Lies nicht in meinem Tagebuch, wenn ich weg bin. OK, ich geh jetzt zur Arbeit. Wenn du heut morgen aufwachst, lies bitte mein Tagebuch. Durchwühl meine Sachen und mach Dir ein Bild von mir.“ – Kurt Cobain: Vorwort der Journals, undatiert. Gus van Sant verfilmte die letzten Tage Kurt Cobains in dem Streifen Last Days, der bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2005 Premiere feierte. Jedoch überlässt Van Sant dem Zuschauer großen Interpretationsspielraum. So ist Blake, der von Michael Pitt gespielt wird, Kurt Cobain nachempfunden. Asia Argento spielt die Freundin des Musikers. Drogenkonsum, der eigentliche Tod sowie Nirvana-Lieder sind in dem Film weder zu sehen noch zu hören. Nick Broomfield veröffentlichte 1997 den Dokumentarfilm „Kurt and Courtney“, der den Tod aus der Sicht eines vermeintlichen Auftragsmordes zu beleuchten versucht. 2004 erschien zum 10. Todestag Cobains die Comic-Biografie Godspeed der Künstler Barnaby Legg, Jim McCarthy und Flameboy. Dieses Buch stellt Cobain als tragischen Helden dar. Anfang November 2005 erschien die CD „Sliver“ mit dem Untertitel „The Best Of The Box“. Darauf sind einige ausgewählte Lieder der „With The Lights Out“-Box sowie drei bisher unveröffentlichte Demo-Versionen von bekannten Titeln (Spank Thru, Sappy, Come As You Are) enthalten. Die Version von Spank Thru stammt vom „Fecal-Matter-Tape“, das die erste Aufnahme von Kurt Cobains Liedern darstellt, aufgenommen im Dezember 1985 bei Cobains Tante Mari Earl. Literatur Kurt Cobain: Tagebücher. ISBN 3-462-03184-8. Michael Azerrad: Nirvana – Die wahre Kurt Cobain Story, ISBN 3-85445-099-0. Charles R. Cross: Der Himmel über Nirvana – Kurt Cobains Leben und Sterben. ISBN 3-85445-222-5. Christopher Sandford: Devil Music – Die Kurt Cobain Story. ISBN 3-8025-2382-2. Ian Halperin, Max Wallace: Mordfall Kurt Cobain. ISBN 3-548-36660-0.

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