Patti Smith

Patti Smith, Ralph Ueltzhoeffer Textportrait
Patti Smith, Portrait/Porträt – Patti Smith Textportrait – Biographie: Ralph Ueltzhoeffer 2010 [DE] (Text:15.06.10 Wikipedia.org – Patti Smith) Patti Lee Smith (* 30. Dezember 1946 in Chicago, Illinois, USA) ist eine amerikanische Punk- und Rockmusikerin und Lyrikerin. Biografie Patti Smith, 1976 in Kopenhagen […] Text: Patti Lee Smith (* 30. Dezember 1946 in Chicago, Illinois, USA) ist eine amerikanische Punk- und Rockmusikerin und Lyrikerin. Biografie Patti Smith, 1976 in KopenhagenPatti Smith stammt aus einem ärmeren Elternhaus, beendete mit 16 ihre Schulausbildung und begann danach in einer Fabrik zu arbeiten. Mit 19 wurde sie schwanger, das Kind gab sie zur Adoption frei.[1] Sie zog nach New York City und lernte dort im Sommer 1967 den Künstler und später als Fotografen berühmt gewordenen Robert Mapplethorpe kennen und lebte mehrere Jahre mit ihm zusammen. Von ihm stammen zahlreiche Fotografien ihrer späteren Plattencover. 1969 begann sie, ihre von der Beat Generation beeinflusste Poesie in Zeitschriften wie Rock und Creem zu veröffentlichen. Reisen führten sie nach Frankreich, wo sie u. a. die Grabstätten ihrer Idole Jim Morrison und Arthur Rimbaud besuchte.[2] Ihre Freundschaft mit Lenny Kaye, Sam Shepard, Todd Rundgren und Tom Verlaine (damals bei der Punk-Gruppe Television) ermutigten sie 1974 zu ihrer ersten Single, Hey Joe, in der Patti Smith die damals gerade aktuelle Entführung von Patty Hearst, der Enkelin des Zeitungsmagnaten William Randolph Hearst, verarbeitete. 1975 erschien Horses, die erste LP der späteren Patti Smith Group mit Lenny Kaye, Ivan Kral, Richard Sohl und Jay Dee Daugherty. Die Band wurde Vorläufer und Vorbild der englischen und amerikanischen Punk- und New-Wave-Bewegung. Patti Smith etablierte sich zudem als Ikone der florierenden Frauenbewegung. Die frei assoziierende Lyrik, die Patti Smith halb atemlos, halb synkopisch über nur scheinbar primitive Rockakkorde legte, gab ihren Songs und auch den von ihr gewählten Coverversionen (Gloria (Them), My Generation (The Who)) einen aufmüpfigen und nervösen Reiz. 1976 folgte das Album Radio Ethiopia. 1977 brach sich Smith bei einem schweren Unfall auf der Bühne zwei Rückenwirbel und musste einige Zeit aussetzen. Im Jahr darauf veröffentlichte sie mit Easter ihr einziges Album, das auch kommerziell ein Erfolg wurde. Die daraus ausgekoppelte Single Because The Night stammt aus einer Zusammenarbeit mit Bruce Springsteen und erreichte in Großbritannien Platz 5.[3] 1979 erschien mit Wave ihre für lange Zeit letzte LP. Im Gitarristen Fred „Sonic“ Smith (MC5) fand Smith schließlich ihren Lebensgefährten, den sie 1980 heiratete und mit dem sie zwei weitere Kinder hatte. Sie zog nach Detroit und konzentrierte sich auf ihre Familie. Ihr musikalisches Interesse schien 16 Jahre lang erloschen. Ein Comeback-Anlauf mit dem Album Dream Of Life (1988) wurde durch die Tode Richard Sohls (1990) und ihres Mannes (1994) gebremst. Erst 1996 ging Patti Smith mit dem Album Gone Again wieder an die Öffentlichkeit und liefert seitdem regelmäßig neue Werke ab. Auf ihrer im April 2004 erschienenen CD Trampin’ ist die Horses-Besetzung mit Lenny Kaye und Jay Dee Daugherty zu hören. Im April 2007 erschien ihr Album Twelve mit zwölf Neuaufnahmen von Rockklassikern wie Smells Like Teen Spirit der Band Nirvana und Gimme Shelter der Rolling Stones. Am 12. März 2007 wurde die Musikerin in die Rock ‘n’ Roll Hall of Fame in Cleveland (US-Bundesstaat Ohio) aufgenommen. Auf der Berlinale 2008 wurde der Doku-Spielfilm Dream Of Life über Patti Smiths Leben uraufgeführt. Muse Der Schweizer Maler Franz Gertsch widmete Patti Smith einen fünfteiligen Bilderzyklus von großformatigen, fotorealistischen Porträts. Gertsch lernte Smith indirekt auf einer Vernissage seines Kölner Galeristen kennen. Hier fotografierte er sie solange, bis sie wütend das Papier zusammenknüllte, von dem sie ein Gedicht ablas und es ihm entgegenwarf. Die Versöhnung erfolgte durch eine spätere Einladung in sein Atelier. Dort meinte sie, dass es schon immer ihr Traum gewesen wäre, einmal die Muse für einen Maler sein zu können.[4] Zitate „Jesus died for somebody’s sins, but not mine.“ (Horses, 1975) „Outside of society, they’re waitin‘ for me. Outside of society, that’s where I want to be. […] Jimi Hendrix was a nigger. Jesus Christ and Grandma, too.“ (Rock ‘n’ Roll Nigger)[5] „Do you like the world around you? Then change it.“[6] Musikalische Einflüsse Bob Dylan Allen Ginsberg Jim Morrison/The Doors Jimi Hendrix The Velvet Underground The Rolling Stones The Stooges Blue Öyster Cult Janis Joplin Diskographie Studio-Alben Horses (1975) Radio Ethiopia (1976) Easter (1978) Wave (1979) Dream of Life (1988) Gone Again (1996) Peace and Noise (1997) Gung Ho (2000) Trampin‘ (2004) Twelve (2007) The Coral Sea (2008), Lesung mit Musik Livealben und EPs Hey Joe/Radio Ethiopia (1977) Set Free (1978) Live aux Vieilles Charrues (2004) Horses/Horses (2005) Kompilationen The Patti Smith Masters (1996) Land (1975-2002) (2002) DVD Patti Smith – Under Review (2007) Patti Smith: Dream Of Life (2008) Literatur Nick Johnstone: Patti Smith – A Biography, London 1997 Paperback,200 Seiten, ca. 30 Abb Andi Ostrowe: Patti Smith – Wille und Vermächtnis, Eine Biographie 1992 Paperback,128 Seiten, ca. 36 Abb. Victor Bockris: Patti Smith, London 1997 Leinen, 320 Seiten, ca. 40 Abb., deutsche Ausgabe Frankfurt 2000, Paperback 352 S., 16 Abb. Michael Stipe: Two Times Intro – On the road with Patti Smith, New York 1998, linen, 112 pages, 120 pics Patti Smith Complete, Lyrics, Reflections & Notes for the Future,New York 1998, linen, 257 pages, 15 pics Literatur Werke von und mit Patti Smith Witt. Gotham Book Mart 1973, ISBN 0-910664-33-1 The Night. Mit Tom Verlaine. Aloes Books, London 1976 Babel. G. P. Putnam’s Sons, New York 1977, ISBN 0-399-12102-1 Ha! Ha! Houdini! FKN Ace Productions, London 1978 Seventh Heaven. Charles River Books, 1978, ISBN 0-915890-29-1 Seventh Heaven. Expanded Media Editions, 1979 Early Work 1970-1979. W.W. Norton & Company 1994, ISBN 0-393-03605-7 The Coral Sea. W.W. Norton & Company, Inc. 1996, ISBN 0-393-03908-0 Auguries Of Innocence. Poems. HarperCollins Publishers 2005, ISBN 0-06-083266-5 Patti Smith – American Artist. Fotografien von Frank Stefanko, Vorwort von Patti Smith. Großformatiger Bildband, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2007, ISBN 978-3-89602-729-0 Just Kids. Die Geschichte einer Freundschaft, Kiepenheuer & Witsch, Köln 2010 ISBN 978-3-462-04228-3 (Autobiografie. Der Buchtitel bezieht sich auf die Freundschaft zwischen Smith und ihrem Lebensgefährten Robert Mapplethorpe.) Sekundärliteratur Michael Stipe: Two Times Intro: On The Road With Patti Smith. Little Brown & Co., 1998 Nick Johnstone: Patti Smith. Palmyra, Heidelberg 1999, ISBN 3-930378-26-4 Victor Bockris: Patti Smith. Krüger, Frankfurt 2000, ISBN 3-8105-0435-1 Martin C. Strong: The Great Rock Discography. Canongate Books Ltd., Edinburgh, 6. Aufl. 2002 Simon Reynolds, Joy Press: The Sex Revolts, 1995. (Standardwerk über Gender, Rebellion and Rock ‘n’ Roll) Filme 20 Stunden mit Patti Smith. Fernsehdokumentation, Österreich, 1978, 80 Min., Regie: Rudi Dolezal. Patti Smith – Dream Of Life. Dokumentation, USA, 1996-2007, 109 Min., Regie: Steven Sebring. Inhaltsangabe der Berlinale 2008, Trailer, 1:41 Min. Das Schweizer Fernsehen SF1 sendete am 22. November 2009 eine deutsche Fassung dieser Dokumentation. Film socialisme. Spielfilm, Schweiz/Frankreich, 2010, 141 Min., Regie: Jean-Luc Godard Presse Mutter der Rockmission – Patti Smiths neue Platte „Gung Ho“. In: Die Zeit, 23. März 2000, abgerufen 12. April 2010 Rose-Maria Gropp: Der Traum vom Leben – Patti Smith zum Sechzigsten. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30. Dezember 2006, abgerufen 12. April 2010 Die Seeräuberin. In: Der Tagesspiegel, 10. Februar 2008, abgerufen 12. April 2010 Kommen Sie mit auf den Friedhof? Interview in: Der Tagesspiegel, 17. Februar 2008], abgerufen 12. April 2010 Heinz Peter Schwerfel: Rendezvous mit verlorenen Freunden. Interview in: art – Das Kunstmagazin, Ausgabe 4/2008, abgerufen 12. April 2010 «Ich hatte eine Mission» Patti Smith in einem Gespräch Musik, Kunst und den amerikanischen Wahlkampf. In: Neue Zürcher Zeitung, 13. Juni 2008, abgerufen 12. April 2010 Die Überlebende. In: Die Zeit, Magazin, 11. März 2010, abgerufen 13. März 2010 Nina Apin: Rimbaud im East Village. In: die tageszeitung, 13. März 2010, abgerufen 12. April 2010 Patin des Punk. In: EMMA, 25. März 2010, abgerufen 12. April 2010 Weblinks Commons: Patti Smith – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien Offizielle Patti Smith-Website Patti Smith im All Music Guide Patti Smith im Musikmagazin Rolling Stone Patti Smith in der Rock and Roll Hall of Fame Literatur von und über Patti Smith im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek (Datensatz zu Patti Smith • PICA-Datensatz • Apper-Personensuche) Patti Smith im Katalog des Deutschen Musikarchivs Patti Smith in der deutschen und englischen Version der Internet Movie Database Einzelnachweise Nina Apin: Rimbaud im East Village. In: die tageszeitung, 13. März 2010 Patti Smith: Just Kids. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2010 http://everyhit.com Gemälde: [1], [2], [3] Liedtext von Rock ‘n’ Roll Nigger Patti Smith. Die Patin des Punk, dpa/stern, 30. Dezember 2006.

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Eine Antwort zu “Patti Smith

  1. Hat dies auf KUNST MAGAZIN rebloggt und kommentierte:

    Dabei stellt er zwei Positionen japanischer Kunst gegenüber, nämlich die -nach der bei uns verbreiteten Vorstellung – spirituellen, naturalistischen, sehr reduzierten Arbeiten, und die vom Westen übernommenen und variierten Techniken und Materialien.

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