Jodie Foster

Jodie Foster, Ralph Ueltzhoeffer Textportrait
Jodie Foster, Portrait/Porträt – Textportrait – Jodie Foster, Biographie: Ralph Ueltzhoeffer 2010 [DE] (Text: 29.06.10 Wikipedia.org – Jodie Foster) Jodie Foster (* 19. November 1962 in Los Angeles; eigentlich Alicia Christian Foster) ist eine US-amerikanische Schauspielerin, Filmregisseurin und Filmproduzentin […] Text: Jodie Foster (* 19. November 1962 in Los Angeles; eigentlich Alicia Christian Foster) ist eine US-amerikanische Schauspielerin, Filmregisseurin und Filmproduzentin. Biografie [Bearbeiten] Kindheit und Jugend – Foster wurde einige Monate nach der Trennung ihrer Eltern als deren viertes Kind geboren. Anfang des Jahres 1963 zog Fosters Mutter Brandy mit den Kindern ins San Fernando Valley im Nordwesten von Los Angeles zu ihrer Lebensgefährtin, die den überwiegenden Beitrag zum Familienunterhalt leistete. Die Beziehung dauerte bis zum Jahr 1976. Brandy Foster arbeitete in der Filmbranche. Als alleinerziehende Mutter stimmte sie aus finanziellen Gründen Werbeauftritten ihres Sohnes zu. Zu einem der Castings kam die damals dreijährige Foster mit und wurde für eine Werbung für die Sonnencreme Coppertone engagiert. Karriere [Bearbeiten] Später trat Foster in Fernsehformaten wie Sesamstraße, Bonanza, Kung Fu, Bob & Carol & Ted & Alice, Love Story, The Addams Family und Paper Moon auf. Nach Svengali (deutscher Titel: Obsession – Die dunkle Seite des Ruhms) im Jahr 1983 trat sie nicht mehr in TV-Produktionen auf. Sie übernimmt nur gelegentlich Sprechrollen, wie 1996 und 1997 in den Serien Frasier und Akte X in jeweils einer Episode als Anruferin und als Stimme in einer Halluzinationssequenz. In einer Episode der Simpsons ist sie im amerikanischen Original als Stimme von Maggie Simpson zu hören. Ihre erste Kinofilmrolle spielte sie im Alter von zehn Jahren im Disney-Film Flucht in die Wildnis (Napoleon and Samantha, 1972). Während der 1970er Jahre drehte sie für dieses Studio noch eine Reihe weiterer Filme. Ihren ersten größeren Erfolg hatte sie als Zwölfjährige in der Komödie Bugsy Malone. Als minderjährige Prostituierte in Martin Scorseses Film Taxi Driver (1976) wurde die damals 13-Jährige weltberühmt. Im selben Jahr spielte sie in Das Mädchen am Ende der Straße eine unabhängig lebende, hochtalentierte Jugendliche, eine Rolle, die ihrem Image bis heute entspricht. Das Angebot, die Rolle der Prinzessin Leia Organa in Krieg der Sterne (Star Wars, 1977) zu übernehmen, musste sie wegen vertraglicher Verpflichtungen gegenüber dem Disney-Konzern ablehnen. Foster besuchte zunächst die französischsprachige Privatschule Le Lycée Français de Los Angeles und schloss diese als Jahrgangsbeste ab. In den Jahren 1980 bis 1985 studierte Foster an der Yale University Literatur und schloss dieses Studium mit Magna cum laude ab. Ihre Bachelorarbeit schrieb sie über die afroamerikanische Autorin Toni Morrison. 1997 verlieh ihr die Universität einen Ehrendoktortitel.[1] Während der Studienzeit schrieb Foster einige Zeitschriftenartikel und interviewte u. a. Nastassja Kinski. Die beiden Frauen wurden Freundinnen und suchten nach einer Möglichkeit, bei einem gemeinsamen Filmprojekt zusammenzuarbeiten. Die Gelegenheit ergab sich beim Film Hotel New Hampshire aus dem Jahr 1984, der auf einem Roman von John Irving basierte. 1988 übernahm Foster in Angeklagt die ursprünglich für Kelly McGillis vorgesehene Rolle einer vergewaltigten Frau und erhielt dafür ihren ersten Oscar. 1991 debütierte sie mit Das Wunderkind Tate als Regisseurin. Im selben Jahr spielte sie anstelle von Michelle Pfeiffer eine FBI-Agentin in Das Schweigen der Lämmer. Ihre schauspielerische Zusammenarbeit mit Anthony Hopkins brachte beiden Akteuren den Oscar ein. 2001 löste sie ihre Produktionsfirma Egg Pictures aus familiären Gründen auf. Zu den produzierten Filmen gehören neben ihren eigenen Werken Lost Heaven, Waking the Dead und Baby Blues. Foster gehört zu den bestbezahlten Schauspielerinnen Hollywoods. 2007 belegte sie in einer Rangliste des Hollywood Reporter mit einer Gagenforderung von geschätzten 10 bis 12 Millionen US-Dollar pro Film den neunten Platz.[2] Im Juli 2008 belegte sie in einer Forbes-Rangliste mit Gagen in Höhe von 23 Mio. US-Dollar (zwischen Juni 2007 und Juni 2008) hinter Cameron Diaz, Keira Knightley, Jennifer Aniston, Reese Witherspoon und Gwyneth Paltrow den sechsten Platz.[3] Sie plant seit langem einen Film über das Leben und Werk der umstrittenen Filmregisseurin Leni Riefenstahl.[4] Privatleben [Bearbeiten] Im Dezember 2007 bekannte sich Foster erstmals öffentlich zu ihrer langjährigen Lebensgefährtin Cydney Bernard. Im Mai 2008 wurde über eine angebliche Trennung des Paares berichtet.[5][6] Foster ist Mutter zweier Söhne, die 1998 und 2001 auf die Welt kamen. Synchronstimme [Bearbeiten] Die Standardsprecherin für Fosters deutsche Synchronstimme ist die Schauspielerin Hansi Jochmann. Foster synchronisiert sich in französischen Versionen ihrer Filme selbst, da sie fließend Französisch spricht. Sonstiges [Bearbeiten] 1981 verübte John Hinckley Jr. ein Attentat auf den damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan, um Fosters Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Nach der Tat fand man bei Hinckley einen Brief an Foster; er hatte sie bereits früher mit Briefen und unerwünschten Telefonanrufen belästigt. Foster betrachtete die Ereignisse noch Jahre später als traumatisierend. Bei den Dreharbeiten zu ihrem ersten Kinofilm Napoleon & Samantha (1972) wurde Foster von einem Löwen angefallen. Der Asteroid (17744) Jodiefoster wurde nach ihr benannt. Filmografie [Bearbeiten] Als Darstellerin [Bearbeiten] 1970: Gefährliche Begegnung, als Sue-Ellen McIver (Fernsehfilm) 1972: Flucht in die Wildnis, als Samantha 1972: Round Up, als Rita 1973: Tom Sawyers Abenteuer, als Becky Thatcher 1973: Ein Kamel im Wilden Westen (One Little Indian), als Martha McIver 1973: Kung Fu (Fernsehserie), 1. Staffel, Episode 10 als Alethea 1974: Ein Lächeln vor dem Tode (Fernsehfilm), als Liberty Cole 1974: Alice lebt hier nicht mehr, als Audrey 1975: Papermoon (Fernsehserie), als Addie Pray 1976: Echos eines Sommers, als Deirdre Striden 1976: Taxi Driver, als Iris Steensma 1976: Bugsy Malone, als Tallulah 1976: Das Mädchen am Ende der Straße, als Rynn 1976: Ein ganz verrückter Freitag, als Annabel Andrews 1977: Abenteuer auf Schloß Candleshoe, als Casey Brown 1977: Strandgeflüster, als Teresina 1977: Stunde der Zärtlichkeit / Liebeserwachen, als Isabelle Tristan 1980: Jeanies Clique, als Jeanie 1980: Jahrmarkt, als Donna 1982: Spuk im Ehebett, als Barbara O’Hara 1983: Obsession – Die dunkle Seite des Ruhms, als Zoe Alexander 1984: Hotel New Hampshire, als Frannie Berry 1984: Das Blut der Anderen, als Hélène 1986: In guten und in schlechten Zeiten, als Victoria 1987: Siesta, als Nancy 1987: Five Corners – Pinguine in der Bronx, als Linda 1988: Angeklagt, als Sarah Tobias 1988: Katies Sehnsucht, als Katie Chandler 1990: Catchfire, als Anne Benton 1991: Das Schweigen der Lämmer, als Clarice Starling 1991: Das Wunderkind Tate, als Dede Tate 1992: Schatten und Nebel (Shadows and Fog) 1993: Sommersby, als Laurel Sommersby 1994: Maverick, als Annabelle Bransford 1994: Nell, als Nell Kellty 1997: Contact, als Ellie Arroway 1999: Anna und der König, als Anna Leonowens 2002: Panic Room, als Meg Altman 2002: Lost Heaven, als Schwester Assumpta 2004: Mathilde – Eine große Liebe, als Elodie Gordes 2005: Flightplan – Ohne jede Spur (Flightplan), als Kyle Pratt 2006: Inside Man, als Madeleine White 2007: Die Fremde in dir (The Brave One), als Erica Bain 2008: Die Insel der Abenteuer (Nim’s Island) Als Regisseurin [Bearbeiten] 1984: Tales from the Darkside (Folge: Do Not Open this Box) 1991: Das Wunderkind Tate 1995: Familienfest und andere Schwierigkeiten Als Produzentin [Bearbeiten] 1986: In guten und in schlechten Zeiten 1994: Nell 1995: Familienfest und andere Schwierigkeiten 1998: Baby Blues (The Baby Dance) 2000: Waking The Dead 2002: Lost Heaven 2007: Die Fremde in dir Auszeichnungen und Nominierungen (Auswahl) [Bearbeiten] Foster (1989)Oscar Academy Awards 1977: nominiert als Beste Nebendarstellerin in Taxi Driver 1989: ausgezeichnet als Beste Hauptdarstellerin in Angeklagt 1992: ausgezeichnet als Beste Hauptdarstellerin in Das Schweigen der Lämmer 1995: nominiert als Beste Hauptdarstellerin in Nell British Academy Awards 1977: ausgezeichnet als vielversprechendste Newcomerin in Taxi Driver und Bugsy Malone 1977: ausgezeichnet als beste Nebendarstellerin in Taxi Driver und Bugsy Malone Golden Globes 1977: nominiert als beste Darstellerin in einem Musical oder einer Komödie in Ein ganz verrückter Freitag 1989: ausgezeichnet als beste Darstellerin in einem Drama in Angeklagt 1992: ausgezeichnet als beste Darstellerin in einem Drama in Das Schweigen der Lämmer 1995: nominiert als beste Darstellerin in einem Drama in Nell 1998: nominiert als beste Darstellerin in einem Drama in Contact 2008: nominiert als beste Darstellerin in einem Drama in Die Fremde in dir Literatur [Bearbeiten] Louis Chunovic: Jodie Foster. Ein Porträt. VGS, Köln 1997, ISBN 3-8025-2416-0. Robert Fischer: Jodie Foster. 2., erw. Aufl. Heyne, München 1995, ISBN 3-453-05975-1. Buddy Foster: Jodie Foster. Eine Biographie. ECON Verlag, Düsseldorf und München 1997, ISBN 3-430-12882-X. Adolf Heinzlmeier: Jodie Foster. Paul Zsolnay Verlag, Wien 1993, ISBN 3-552-05041-8. Sonja Kochius: Jodie Foster. Mit eisernem Willen von Erfolg zu Erfolg. Bastei-Verl. Lübbe, Bergisch Gladbach 1996, ISBN 3-404-61371-6. Einzelnachweise [Bearbeiten] ? Yale Bulletin and Calendar Commencement 1997 ? vgl. Top actress salaries are quoteworthy bei hollywoodreporter.com (30. November 2007) ? vgl. Johnson, Wesley: Hollywood’s Top Earners. Press Association Newsfile, 23. Juli 2008, 4:38 PM BST ? vgl. Ängste, immer wieder. In. Berliner Zeitung, 18. Juni 2008, S. 32 ? Soft Outing – Jodie Fosters öffentliche Liebeserklärung, Spiegel Online, 12. Dezember 2007 ? Lesbian star couple Jodie Foster, Cydney Bernard break-up, The Daily Telegraph, 15. Mai 2008.

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