Robert De Niro

Robert De Niro, Ralph Ueltzhoeffer Textportrait
Robert De Niro, Portrait/Porträt – Textportrait Robert De Niro – Biographie: Ralph Ueltzhoeffer 2009 [EN] (Text: 09.06.10 Wikipedia – Robert De Niro) Robert Mario „Bob“ De Niro, Jr. (August 17, 1943) is a two-time Academy Award-winning American film actor, director and producer […] Text: Robert De Niro Jr. (* 17. August 1943 in New York) ist ein US-amerikanischer Schauspieler , zweifacher Oscarpreisträger, Filmregisseur und Produzent. Er gilt als einer der herausragendsten Charakterdarsteller des zeitgenössischen US-amerikanischen Films. Leben [Bearbeiten]Robert De Niro stammt aus einer New Yorker Künstlerfamilie, seine Mutter Virginia Admiral war Malerin, sein Vater Robert war Maler, Bildhauer und Dichter. Sein Vater war italienischer und irischer Abstammung, seine Mutter hat deutsche, englische, französische und niederländische Wurzeln.[1] De Niro wuchs im New Yorker Stadtteil Little Italy in Manhattan auf. Zum ersten Mal stand De Niro mit zehn Jahren als ängstlicher Löwe in Der Zauberer von Oz auf der Bühne. Mit 16 Jahren verdiente er bei einem Tournee-Theater seine erste Gage als Schauspieler im Stück Der Bär von Anton Tschechow. Robert De Niros erster Film war The Wedding Party, 1963 von Brian De Palma gedreht, jedoch erst 1969 aufgeführt. International bekannt wurde er 1973, als er für sein Porträt des sterbenden Baseballspielers Bruce Person in Bang the Drum Slowly den „New York Film Critics Award“ als bester Schauspieler gewann. Im selben Jahr spielte er in Hexenkessel das erste Mal unter der Regie von Martin Scorsese. Insgesamt wirkte De Niro in acht Filmen von Scorsese mit, darunter Klassiker wie Taxi Driver, Good Fellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia und Casino. Für seine Rolle als Vito Corleone (in der filmischen Retrospektive der Part von Marlon Brando als junger Mafioso) in Francis Ford Coppolas Der Pate – Teil 2 aus dem Jahr 1974 gewann Robert De Niro als bester Nebendarsteller seinen ersten Oscar und avancierte dadurch zu einem der Stars in Hollywood. Einen Oscar als bester Schauspieler (Hauptdarsteller) gab es für seine Rolle in Martin Scorseses Film Wie ein wilder Stier. 27 Kilogramm an Gewicht legte De Niro für die Rolle des alternden Boxers Jake LaMotta in diesem Film zu. Dies gilt bis heute als Höhepunkt des Method Acting. Im Jahr 1999 drehte er dann mit Billy Crystal die Mafia-Komödie Reine Nervensache, die weltweit zum Kassenschlager wurde. Bereits 2000 folgte mit Meine Braut, Ihr Vater und ich der nächste Hit, der vier Jahre später durch Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich und mit Dustin Hoffman und Barbra Streisand an seiner Seite eine recht erfolgreiche Fortsetzung erfuhr. Im Jahr 2005 kam dann mit Hide and Seek wieder ein Thriller in die Kinos, der als solider Vertreter dieses Genres gilt. Robert De Niro beim Karlovy Vary International Film Festival (2008)Bereits 1993 hatte Robert De Niro mit In den Straßen der Bronx sein Regie-Debüt vorgelegt. Im Jahr 2006 verwirklichte er mit Der gute Hirte seine zweite Regiearbeit, wobei er für die Hauptrollen Matt Damon und Angelina Jolie aussuchte. Er übernahm bei diesem Film auch die Produktion und trat selbst als Schauspieler in Erscheinung. Der Film spielte in den USA 60 Mio. und im Rest der Welt weitere rund 40 Mio. US-Dollar ein, wodurch sich die hohen Produktionskosten mehr als amortisierten. Ebenfalls 2006 drehte De Niro mit Der Sternwanderer noch einen Fantasy-Film, in dem er eine Nebenrolle übernahm. Sein Hauptbetätigungsfeld war und ist jedoch der Gangsterfilm, so spielte er 2008 in dem Film Kurzer Prozess – Righteous Kill nach Heat und dem zweiten Teil des Paten bereits das dritte Mal neben Al Pacino. Auch für den Film The Winter of Frankie Machine – geplante Veröffentlichung ist 2010 – kündigte er an, wieder einen Mafioso darzustellen. Robert De Niro gilt neben Schauspielkollegen wie Al Pacino, Dustin Hoffman, Joe Pesci, Robert Redford und Jack Nicholson als einer der besten amerikanischen Charakterdarsteller der Gegenwart. Unter Filmkritikern werden vor allem seine Rollen in den 70ern und 80ern als die interessantesten, weil ambivalentesten, in der Branche angesehen. So drehte er mit großen Regisseuren wie etwa Francis Ford Coppola, Bernardo Bertolucci, Sergio Leone, Terry Gilliam, Michael Cimino, Martin Scorsese, Quentin Tarantino oder Martin Ritt. Die deutsche Synchronstimme De Niros stammt in der Regel von Christian Brückner. In einigen Filmen wird er auch von Joachim Kerzel synchronisiert. Im Film Hexenkessel war Rolf Zacher der Synchronsprecher. Robert De Niro bei einer Pressekonferenz auf den Internationalen Filmfestspielen Berlin 19981989 gründete De Niro zusammen mit Jane Rosenthal in New York die Produktionsfirma Tribeca Productions, mit der fortan Filme produziert werden. Um sie finanziell zu stützen, richtete er in den letzten Jahren seine Filmauswahl zunehmend am Mainstream-Geschmack aus und drehte fast nur noch eingängige Krimis und Komödien, in denen er seine Rollen immer häufiger als Parodien früherer Rollen anlegte. Die letzte seiner sechs Oscar-Nominierungen stammt vielleicht auch deshalb aus dem Jahre 1991. 1997, während der Dreharbeiten zu Ronin in Frankreich, wurde De Niro von der französischen Polizei festgenommen, da er sich weigerte, einen Verhörtermin wegen seiner Beziehung zu einer Prostituierten wahrzunehmen. Im November 2004 schließlich heiratete Robert De Niro auf seiner Farm in den Catskill Mountains, unweit von New York – nach einer Scheidung, die jedoch nie rechtskräftig wurde – seine zwölf Jahre jüngere Frau Grace Hightower[2] zum zweiten Mal. Gäste und Trauzeugen waren unter anderem Regisseur Martin Scorsese, Hollywood-Diva Meryl Streep und Schauspiel-Kollege Ben Stiller. Aus der Verbindung zu Hightower, die bereits 1997 legalisiert wurde, ging ein 1998 geborener Sohn hervor. Eines seiner bekanntesten Zitate ist: „Ich könnte auch ein Schnitzel spielen!“[3] Anfang November 2010 wurde bekannt, dass De Niro bei der Golden-Globe-Verleihung 2011 den Cecil B. DeMille Award für sein Lebenswerk erhalten wird.[4] Ebenfalls im Jahr 2011 leitete er die Wettbewerbsjury der 64. Filmfestspiele von Cannes, die den US-amerikanischen Beitrag The Tree of Life von Terrence Malick mit der Goldenen Palme auszeichnete. Filmografie [Bearbeiten]Schauspieler [Bearbeiten]1965: Drei Zimmer in Manhattan (Trois Chambres a Manhattan) 1968: Greetings – Grüße 1969: The Wedding Party 1969: Wer die Killer ruft (Sam’s Song) 1970: Hi, Mom! 1970: Bloody Mama 1971: Pforte zur Hölle (Born to Win) 1971: Jennifer on My Mind 1971: Die Kunst zu lieben (Carnal Knowledge) 1971: Wo Gangster um die Ecke knallen (The Gang That Couldn’t Shoot Straight) 1973: Hexenkessel (Mean Streets) 1973: Das letzte Spiel (Bang the Drum Slowly) 1974: Der Pate – Teil 2 (The Godfather, Part II) 1975: Das Kino Bertoluccis (Bertolucci Secondo Il Cinema) 1976: Der letzte Tycoon (The Last Tycoon) 1976: 1900 (Novecento) 1976: Taxi Driver 1977: New York, New York 1978: Die durch die Hölle gehen (The Deer Hunter) 1980: Wie ein wilder Stier (Raging Bull) 1981: Fesseln der Macht (True Confessions) 1983: King of Comedy 1984: Es war einmal in Amerika (Once Upon a Time in America) 1985: Brazil 1985: Der Liebe verfallen (Falling in Love) 1986: The Mission 1987: Dear America: Letters Home from Vietnam 1987: Angel Heart 1987: The Untouchables – Die Unbestechlichen (The Untouchables) 1988: Midnight Run – Fünf Tage bis Mitternacht (Midnight Run) 1989: Wir sind keine Engel (We’re No Angels) 1989: Jacknife 1990: Zeit des Erwachens (Awakenings) 1990: Stanley und Iris (Stanley & Iris) 1990: Good Fellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia (Goodfellas) 1991: Kap der Angst (Cape Fear) 1991: Schuldig bei Verdacht (Guilty by Suspicion) 1991: Backdraft – Männer, die durchs Feuer gehen (Backdraft) 1992: Die Nacht von Soho (Night And The City) 1992: Mistress – Die Geliebte von Hollywood 1993: In den Straßen der Bronx (A Bronx Tale) 1993: Sein Name ist Mad Dog (Mad Dog and Glory) 1993: This Boy’s Life 1994: Mary Shelleys Frankenstein 1995: Casino 1995: Heat 1996: Der Fan (The Fan) 1996: Sleepers 1996: Marvins Töchter (Marvin’s Room) 1997: Cop Land 1997: Wag the Dog – Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt (Wag the Dog) 1997: Jackie Brown 1998: New York City… Come Visit the World (Dokumentation) 1998: Große Erwartungen (Great Expectations) 1998: Ronin 1999: Reine Nervensache (Analyze This) 1999: Makellos (Flawless) 2000: Die Abenteuer von Rocky & Bullwinkle (The Adventures of Rocky & Bullwinkle) 2000: Men of Honor 2000: Meine Braut, ihr Vater und ich (Meet the Parents) 2001: 15 Minuten Ruhm (15 Minutes) 2001: The Score 2002: Showtime 2002: City by the Sea 2002: Reine Nervensache 2 (Analyze That) 2004: The Bridge of San Luis Rey 2004: Godsend 2004: Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich (Meet the Fockers) 2004: Große Haie – Kleine Fische, Stimme von Don Lino 2005: Hide and Seek – Du kannst dich nicht verstecken (Hide & Seek) 2006: Der gute Hirte (The Good Shepherd) 2007: Der Sternwanderer (Stardust) 2008: Inside Hollywood (What Just Happened?) 2008: Kurzer Prozess – Righteous Kill 2009: Everybody’s Fine 2010: Stone 2010: Machete 2010: Meine Frau, unsere Kinder und ich (Little Fockers) 2011: Ohne Limit (Limitless) Regisseur [Bearbeiten]1993: In den Straßen der Bronx (A Bronx Tale) 2006: Der gute Hirte Produktion [Bearbeiten]1989: Wir sind keine Engel (We’re no Angels) 1991: Kap der Angst (Cape Fear) 1992: Mistress – Die Geliebten von Hollywood 1992: Halbblut 1993: In den Straßen der Bronx (A Bronx Tale) 1993: Die Nacht mit meinem Traummann (The Night We Never Meet) 1995: Panther 1996: Der Hochzeitstag (Faithful) 1998: Der Pate von Manhattan 1999: Makellos (Flawless) 2000: The Adventures of Rocky & Bullwinkle 2000: Meine Braut, ihr Vater und ich (Meet the Parents) 2001: Prison Song 2002: About a Boy oder: Der Tag der toten Ente 2004: Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich (Meet the Fockers) 2004: Stage Beauty 2005: Rent 2006: Der gute Hirte (The Good Shepherd) 2007: What Just Happened? 2007: Film über die Bandgeschichte der britischen Rockband Queen 2009: Public Enemies 2010: Meine Frau, unsere Kinder und ich (Little Fockers) Auszeichnungen [Bearbeiten]Academy Awards [Bearbeiten]1974: Bester Nebendarsteller (Der Pate II) 1976: Nominierung bester Hauptdarsteller (Taxi Driver) 1978: Nominierung bester Hauptdarsteller (Die durch die Hölle gehen) 1981: Bester Hauptdarsteller (Wie ein wilder Stier) 1990: Nominierung bester Hauptdarsteller (Zeit des Erwachens) 1991: Nominierung bester Hauptdarsteller (Kap der Angst) Weitere Auszeichnungen [Bearbeiten]1973: New York Film Critics Circle: Best Supporting Actor, Mean Streets and Bang the Drum Slowly 1973: National Society of Film Critics: Best Supporting Actor, Mean Streets 1976: New York Film Critics Circle: Best Actor, Taxi Driver 1976: Los Angeles Film Critics Association: Best Actor, Taxi Driver 1976: National Society of Film Critics: Best Actor, Taxi Driver 1977: Golden Globe Nominierung (Drama), Taxi Driver 1978: Golden Globe Nominierung (Komödie / Musical), New York, New York 1979: Golden Globe Nominierung (Drama), The Deer Hunter 1980: New York Film Critics Circle: Best Actor, Raging Bull 1980: Los Angeles Film Critics Association: Best Actor, Raging Bull 1980: National Board of Review: Best Actor, Raging Bull 1980: Golden Globe: Best Actor in a Motion Picture (Drama), Raging Bull 1987: Theatre World Award, Cuba and His Teddy Bear 1989: Golden Globe Nominierung (Komödie / Musical), Midnight Run 1990: New York Film Critics: Best Actor, Goodfellas and Awakenings 1990: National Board of Review: Best Actor, Awakenings 1992: Golden Globe Nominierung (Drama), Cape Fear 1993: Venice Film Festival: Career Award 2000: Golden Globe Nominierung (Komödie / Musical), Analyze This 2001: Golden Globe Nominierung (Komödie / Musical), Meet the Parents 2003: AFI Life Achievement Award des American Film Institute 2008: Goldene Kamera für sein Lebenswerk 2011: Cecil B. DeMille Award für sein Lebenswerk Großoffizier des Verdienstordens der Italienischen Republik Weiterhin erhielt er sechs BAFTA Award Nominierungen. Literatur [Bearbeiten]Sabine Horst (Hrsg.): Robert De Niro (film: 12). Bertz + Fischer Verlag, Berlin 2002, ISBN 3-929470-82-9 Meinolf Zurhorst: Robert De Niro. Seine Filme – sein Leben. Heyne-Filmbibliothek, Band 108, 4. Auflage. Heyne, München 1998, ISBN 3-453-00121-4 Einzelnachweise [Bearbeiten] Untouchable. A Biography of Robert de Niro, S. 145 Grace Hightower in der deutschen und englischen Version der Internet Movie Database „Ich könnte auch ein Schnitzel spielen!“ – Starbase auf Gala.de – Bild 1 vgl. Robert De Niro to receive Cecil B. DeMille Award at 68th Annual Golden Globe Awards on Sunday, January 16, 2011 bei goldenglobes.org, 9. November 2010 (aufgerufen am 9. November 2010).

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Eine Antwort zu “Robert De Niro

  1. Hat dies auf KUNST MAGAZIN rebloggt und kommentierte:

    Dabei ist Miyajima, Jahrgang 1957, wohl mit den elektronischen Medien groß geworden. Bei Katsura Funakoshis Holzplastiken überrascht die frappierende Nähe zu Stephan Balkenhols ausdruckslosen Figuren.

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