Helmut Kohl

Helmut Kohl, Ralph Ueltzhoeffer Textportrait
Helmut Kohl, Portrait – Textportrait: Ralph Ueltzhoeffer 2010 [DE] (Text: 09.09.10, Quelle: Wikipedia.org) Biographie: Helmut Kohl Porträt. Text: Helmut Josef Michael Kohl (* 3. April 1930 in Ludwigshafen am Rhein) ist ein deutscher CDU-Politiker. Er war von 1969 bis 1976 Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz und von 1982 bis 1998 der sechste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Kohl gestaltete den Prozess der deutschen Wiedervereinigung mit und trug maßgeblich zum europäischen Einigungsprozess bei. Leben Gemeinsam mit Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger, 7. Oktober 1968 Helmut Kohl mit Familie in Leipzig, 1975Helmut Kohl wurde 1930 als drittes Kind des aus Greußenheim stammenden bayerischen Finanzbeamten Hans Kohl (1887–1975) und dessen Frau Cäcilie geb. Schnur (1890–1979) in Ludwigshafen geboren. Kohls Familie war bürgerlich-konservativ und römisch-katholisch geprägt. Der ältere Bruder fiel im Zweiten Weltkrieg. Kohl selbst wurde gegen Ende des Krieges als Luftwaffenhelfer eingezogen, kam aber nicht mehr zum Kampfeinsatz. Seine Jugend verbrachte er im Ludwigshafener Stadtteil Friesenheim in der Hohenzollernstraße. Er besuchte die Friesenheimer Grundschule Ruprechtschule und anschließend das Max-Planck-Gymnasium. 1950 begann er ein Studium der Rechtswissenschaften in Frankfurt am Main. 1951 wechselte er an die Universität Heidelberg mit den Hauptfächern Geschichte und Staatswissenschaften. Nachdem Kohl sein Studium 1956 beendet hatte, trat er eine Stelle als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Alfred-Weber-Institut der Universität Heidelberg an. 1958 wurde er aufgrund einer Arbeit zum Thema Die politische Entwicklung in der Pfalz und das Wiedererstehen der Parteien nach 1945 bei Walther Peter Fuchs (1905–1997) zum Dr. phil. promoviert. Anschließend wurde er Direktionsassistent bei einer Eisengießerei in Ludwigshafen und 1959 Referent beim Verband der Chemischen Industrie in Ludwigshafen. Im Jahr darauf heiratete Helmut Kohl die Fremdsprachensekretärin Hannelore Renner (1933–2001), die er seit 1948 kannte. Aus der Ehe gingen die beiden Söhne Walter (* 1963) und Peter Kohl (* 1965) hervor. Am 5. Juli 2001 beging seine Frau Hannelore im Alter von 68 Jahren Suizid. Sie hatte zuvor jahrelang unter einer Lichtallergie gelitten. Am 4. März 2004, gut fünfeinhalb Jahre nach Ende seiner Kanzlerschaft, stellte Helmut Kohl den ersten Teil seiner Memoiren unter dem Titel „Erinnerungen, 1930–1982“ vor. Sie umfassen die Jahre 1930 bis zum Beginn seiner Kanzlerschaft 1982. Der zweite Teil über die Regierungsjahre bis 1990 erschien am 3. November 2005, der dritte Teil über die Jahre bis 1994 am 16. November 2007. Ein abschließender vierter Band ist geplant. Im Frühjahr sowie im Herbst 2007 musste sich Helmut Kohl zwei schweren Knieoperationen unterziehen, bei denen ihm künstliche Gelenke eingesetzt wurden.[1] Er befand sich noch in der Rehabilitation, als er sich im Februar 2008 bei einem schweren Sturz in seinem Haus ein Schädel-Hirn-Trauma zuzog, was noch in der selben Nacht operiert werden musste.[2][3] Seitdem benutzt er bei öffentlichen Auftritten einen Rollstuhl. Über die schwierige Zeit nach dem Sturz sagte er selbst: „Wenn meine Frau nicht gewesen wäre, wäre ich nicht mehr am Leben, und wenn sie nicht bei mir wäre, wäre mein Leben heute sehr viel weniger lebenswert“. [4] Am 8. Mai 2008 heiratete Kohl in der Kapelle einer Reha-Klinik in Heidelberg im engsten Freundeskreis seine Lebensgefährtin Maike Richter (* 1964), mit der er seit 2005 in einer festen Beziehung lebt.[5] Trauzeugen waren der Medienunternehmer Leo Kirch und BILD-Chefredakteur Kai Diekmann. Kohl lernte Maike Richter, die nach der Hochzeit den Nachnamen Kohl-Richter annahm, im Kanzleramt kennen, wo die promovierte Volkswirtin von 1994 bis 1998 Beamtin in der Wirtschaftsabteilung war. Nach Gerhard Schröders Wahlsieg 1998 wechselte sie zum Finanzexperten der Unionsfraktion, Friedrich Merz. Nach einer Tätigkeit als Journalistin bei der Wirtschaftswoche ist sie derzeit Leiterin des Referats Regionale Wirtschaftspolitik, Städtebau und Raumordnung im Bundeswirtschaftsministerium (beurlaubt). Helmut Kohl lebt im Ludwigshafener Stadtteil Oggersheim und in Berlin. Politische Karriere Schon als Schüler (1946) trat Kohl der CDU bei und war anschließend Mitbegründer der Jungen Union in seiner Heimatstadt Ludwigshafen (1947). Seine politischen Aktivitäten verfolgte er auch während seines Studiums. 1953 wurde er Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes der CDU in Rheinland-Pfalz, 1954 stellvertretender Landesvorsitzender der Jungen Union Rheinland-Pfalz, 1955 Mitglied des Landesvorstandes der CDU Rheinland-Pfalz. 1959 wurde er Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Ludwigshafen, 1960–69 war er Fraktionsführer der Stadtratsfraktion Ludwigshafen, ab 1963 Fraktionsvorsitzender im Landtag von Rheinland-Pfalz, von März 1966 bis September 1974 war er Landesvorsitzender der CDU von Rheinland-Pfalz, 1966 Mitglied des Bundesvorstandes der CDU, ab 1969 Stellvertreter und von 1973 bis 1998 Parteivorsitzender der CDU. Ein wichtiger Förderer Helmut Kohls war der zu Zeiten von Nationalsozialismus und Zweitem Weltkrieg vermögend gewordene Industrielle Fritz Ries. Ministerpräsident Helmut Kohl, 1969 in LudwigshafenAls Kohl 1966 zum Landesvorsitzenden der CDU Rheinland-Pfalz gewählt wurde, war er auch zum Nachfolger Peter Altmeiers im Amt des Ministerpräsidenten bestimmt. Nach der folgenden Landtagswahl wurde zwar noch einmal Altmeier Ministerpräsident, doch am 19. Mai 1969 löste Kohl ihn ab. Wichtige Entscheidungen in Kohls Amtszeit waren die Gebietsreform und die Gründung der Universität Trier-Kaiserslautern (heute: Universität Trier, Technische Universität Kaiserslautern). Als Nachfolger Kurt Georg Kiesingers kandidierte Kohl 1971 erfolglos für den Bundesvorsitz der CDU und unterlag Rainer Barzel. 1973, ein Jahr nach Rainer Barzels gescheitertem Konstruktiven Misstrauensvotum gegen den amtierenden Bundeskanzler Willy Brandt, löste Kohl ihn als Bundesvorsitzenden der CDU ab und behielt diese Parteifunktion 25 Jahre bis zum 7. November 1998. Oppositionsführer Bei der Bundestagswahl 1976 trat er erstmals als Kanzlerkandidat seiner Partei an. Die CDU/CSU verfehlte die absolute Mehrheit mit 48,6 Prozent der Stimmen nur knapp und die sozialliberale Koalition behauptete sich. Das war das bis dahin zweitbeste Wahlergebnis der CDU/CSU überhaupt. Kohl trat nach der Wahl als Ministerpräsident zurück und wurde als Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag in Bonn Oppositionsführer. Sein Nachfolger als Ministerpräsident wurde am 2. Dezember 1976 Bernhard Vogel. Nach der verlorenen Wahl fasste die CSU den Kreuther Trennungsbeschluss zur Aufhebung der Fraktionsgemeinschaft mit der CDU, Kohl konnte jedoch gegen den CSU-Vorsitzenden Franz Josef Strauß die Fortführung durchsetzen. Bei der Bundestagswahl 1980 musste er dafür Strauß den Vortritt bei der Kanzlerkandidatur lassen. Da Strauß jedoch nach der verlorenen Wahl Ministerpräsident in Bayern blieb, war Kohl weiterhin Oppositionsführer. Kohl war von 1976 bis 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages. Kanzler Wahl und Auflösung des Bundestages Nach dem Bruch der sozial-liberalen Koalition von Bundeskanzler Helmut Schmidt am 17. September 1982 – es bestanden schwerwiegende Meinungsverschiedenheiten über die zukünftige Wirtschaftspolitik in der Bundesrepublik – nahmen FDP und CDU/CSU am 20. September 1982 Koalitionsgespräche auf. Anlass für den Bruch war u. a. ein Strategiepapier der FDP, das von Otto Graf Lambsdorff ausgearbeitet worden war und neoliberale Positionen zur Reform des Arbeitsmarkts enthielt (? Wende). Kohl wurde für das Amt des Bundeskanzlers nominiert und am 1. Oktober 1982 im Rahmen des ersten erfolgreichen konstruktiven Misstrauensvotums in der Geschichte des Bundestages gegen den amtierenden Bundeskanzler Helmut Schmidt zum sechsten Bundeskanzler gewählt. Bundesaußenminister wurde, wie bereits in der sozial-liberalen Koalition, Hans-Dietrich Genscher. Der Koalitionswechsel war innerhalb der FDP sehr umstritten. Da die FDP mit einer Koalitionsaussage zugunsten der SPD in den Wahlkampf 1980 gegangen war, wurde fehlende materielle Legitimation reklamiert; formal war der Schritt aber verfassungskonform. Hinzu kam, dass Kohls Kanzlerschaft nicht aus normalen Bundestagswahlen hervorgegangen war. Um diesen Makel zu tilgen, führte Kohl ein äußerst umstrittenes Verfahren durch: Er stellte im Bundestag die Vertrauensfrage, über die am 17. Dezember 1982 entschieden wurde. Nachdem die Regierungskoalition am Tag zuvor mit breiter Mehrheit den Bundeshaushalt für 1983 verabschiedet hatte, enthielt sich die Mehrzahl der Abgeordneten der Regierungskoalition vereinbarungsgemäß der Stimme, wodurch das gewünschte Ergebnis zustande kam: Keine Mehrheit für den Bundeskanzler und damit die Möglichkeit, dem Bundespräsidenten die Auflösung des Parlamentes vorzuschlagen. Nach längerem Zögern entschied sich Bundespräsident Karl Carstens im Januar 1983 für die Auflösung des Bundestags und die Ausschreibung von vorgezogenen Neuwahlen für den 6. März 1983. Gegen diese Vorgehensweise klagten einige Abgeordnete vor dem Bundesverfassungsgericht. Dieses entschied aber, dass die Auflösung des Bundestages verfassungsgemäß erfolgt sei. Die ersten Jahre der Kanzlerschaft Gedenkplatte vor dem Beinhaus von Douaumont in Erinnerung an das Treffen zwischen François Mitterrand und Helmut Kohl im Jahr 1984Bei der Bundestagswahl am 6. März 1983 gewann die Koalition aus CDU/CSU und FDP mit Stimmengewinnen für die CDU/CSU (48,8 Prozent, +4,3 Prozentpunkte) und deutlichen Stimmenverlusten für die FDP (7,0 Prozent, -3,6 Prozentpunkte) die Mehrheit der Sitze im Bundestag. Helmut Kohl, der zwischen 1976 und 1998 sechsmal als Kanzlerkandidat antrat, erzielte sein bestes Wahlergebnis (und das zweitbeste der Unionsparteien in der Geschichte der Bundesrepublik). Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten war der ehemalige Bundesjustizminister und Münchener Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel. In den ersten Jahren seiner Amtszeit setzte Kohl den noch unter der Regierung Schmidt gefassten NATO-Nachrüstungsbeschluss gegen den Widerstand der Friedensbewegung durch. Am 22. September 1984 trafen sich Kohl und der französische Staatspräsident François Mitterrand am Ort der Schlacht um Verdun, um gemeinsam der Toten der beiden Weltkriege zu gedenken. Das Foto ihres minutenlangen Händedrucks wurde ein Symbol der deutsch-französischen Aussöhnung. Kohl und Mitterrand wurde in den folgenden Jahren ein besonders enges Vertrauensverhältnis nachgesagt. Sie brachten gemeinsame Projekte wie das Eurokorps und den Fernsehsender ARTE auf den Weg. Auch Fortschritte der europäischen Einigung wie der Vertrag von Maastricht und später die Einführung des Euro wurden wesentlich der engen deutsch-französischen Zusammenarbeit zugeschrieben. Im Zuge der Flick-Affäre um illegale Zahlungen des Flick-Konzerns an deutsche Politiker wurde Kohl durch wg. Kohl-Eintragungen im sichergestellten Kassenbuch belastet. Im Untersuchungsausschuss des Bundestags und des Mainzer Landtags sagte Kohl die Unwahrheit in Bezug auf seine Kenntnis des Zwecks der Staatsbürgerlichen Vereinigung als Spendenbeschaffungsanlage und entging nach einer Anzeige von Otto Schily nur knapp einem Strafverfahren wegen uneidlicher Falschaussage. Kohls Parteifreund Heiner Geißler verteidigte ihn später mit dem berühmt gewordenen Kommentar, er habe wohl einen „Blackout“ gehabt. In Israel sprach er am 24. Januar 1984 vor der Knesset über die ihm zuteil gewordene „Gnade der späten Geburt“, der Satz selbst stammte von Günter Gaus.[6] Am 5. Mai 1985 legte Kohl gemeinsam mit US-Präsident Ronald Reagan in Bitburg einen Kranz auf dem dortigen Soldatenfriedhof nieder. Dies wurde in Teilen der deutschen und amerikanischen Öffentlichkeit heftig diskutiert, weil dort auch Angehörige der Waffen-SS beerdigt sind (? Bitburg-Kontroverse). Bei der Bundestagswahl 1987 wurde Kohl im Amt bestätigt. Gegenkandidat der SPD war der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Johannes Rau. Der „Kanzler der Einheit“ Helmut Kohl in Krzyzowa (Kreisau/Schlesien), 1989 Der Vorsitzende des DDR-Ministerrates Hans Modrow, Bundeskanzler Helmut Kohl, der Regierende Bürgermeister (West-Berlin) Walter Momper und im Hintergrund zwischen Kohl und Momper der Oberbürgermeister (Ost-Berlin) Erhard Krack während der Öffnung des Brandenburger Tores am 22. Dezember 1989 Bundeskanzler Helmut Kohl und US-Verteidigungsminister William Cohen am 5. März 1997 in Bonn Ernennung Kohls zum ersten gesamtdeutschen Bundeskanzler durch Bundespräsident Richard von Weizsäcker (1991)Nachdem sich der Zusammenbruch der DDR abzeichnete und die Berliner Mauer am 9. November 1989 gefallen war, legte Helmut Kohl ohne vorherige Absprache mit dem Koalitionspartner und den westlichen Bündnispartnern am 28. November 1989 im Deutschen Bundestag ein „Zehn-Punkte-Programm zur Überwindung der Teilung Deutschlands und Europas“ vor. Am 18. Mai 1990 wurde der Staatsvertrag über die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion mit der DDR unterzeichnet. Gegen den Widerstand des Bundesbankpräsidenten Karl Otto Pöhl hatte Kohl darin einen Umtauschkurs von Mark der DDR in D-Mark von 1:1 bei Löhnen, Gehältern, Mieten und Renten durchgesetzt. Dies erwies sich später als starke Belastung für die Betriebe der Neuen Bundesländer. Gemeinsam mit Außenminister Hans-Dietrich Genscher erreichte Kohl in den sogenannten Zwei-plus-Vier-Gesprächen mit den Siegermächten des Zweiten Weltkriegs deren Zustimmung zur Wiedervereinigung Deutschlands in Form des Zwei-plus-Vier-Vertrags und die Einbindung des wiedervereinigten Deutschlands in die NATO. Die Deutsche Einheit wirkte sich positiv auf die weitere Laufbahn Kohls als Bundeskanzler aus. Kohl war es 1989 auf dem Parteitag in Bremen nur mühsam gelungen, einen „Putschversuch“ seiner innerparteilichen Widersacher um Heiner Geißler, Rita Süssmuth und Lothar Späth abzuwehren. Kanzler des wiedervereinigten Deutschlands Am 17. Januar 1991 wählte der Deutsche Bundestag Kohl zum dritten Mal zum Deutschen Bundeskanzler, nachdem er sich bei der Bundestagswahl 1990 gegen den saarländischen Ministerpräsidenten und damaligen SPD-Kanzlerkandidaten Oskar Lafontaine durchgesetzt hatte. Damit wurde er zum ersten Kanzler des wiedervereinigten Deutschlands. Nach der knapp gewonnenen Bundestagswahl 1994 wurde Kohl erneut zum Bundeskanzler gewählt; diesmal setzte er sich gegen den rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Rudolf Scharping von der SPD durch. Die folgenden Jahre waren eher von außenpolitischen Erfolgen geprägt (Frankfurt am Main als Sitz für die neu geschaffene EZB, Euro-Einführung). Innenpolitisch zeichnete sich auch wegen des SPD-dominierten Bundesrats und der damit eingeschränkten Handlungsfähigkeit der Bundesregierung eine Stagnation ab, die in die Wahlniederlage 1998 mündete. Die Wahl gewann die SPD, die mit dem damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Gerhard Schröder als Kanzlerkandidat angetreten war. Die christlich-liberale Koalitionsregierung wurde infolgedessen von einer rot-grünen Koalition abgelöst, und Kohl wurde am 26. Oktober durch Bundespräsident Roman Herzog aus dem Amt entlassen. Kohl führte bis zum 27. Oktober 1998 nur noch eine geschäftsführende Bundesregierung. Bei der Bundestagswahl 2002 bewarb sich Kohl nicht mehr um ein Bundestagsmandat. Witz, Satire und Parodie Helmut Kohl war wie kaum ein anderer Politiker der Bundesrepublik Deutschland Gegenstand von politischem und auch unpolitischem Humor. Die wohl nachhaltigste satirische Darstellung des Kanzlers gelang dem deutschen Satiremagazin Titanic, das den Kanzler birnenförmig inklusive Stängel karikierte – „Birne“ wurde ähnlich wie beim französischen Bürgerkönig Ludwig Philipp ein Schmähwort wie ein karikaturistisches Symbol für Helmut Kohl. Aufs Korn genommen wurden seine mangelnden Fremdsprachenkenntnisse, seine Statur, seine Volkstümlichkeit wie provinzielle Herkunft. Kohl-Imitatoren nahmen sich seiner Pfälzer Sprachfärbung an, mitsamt der ihm eigenen hyperkorrigierten Aussprache des sch („Gechichte“). Besondere Bekanntheit erlangte auch Dieter Hildebrandts Parodie des Gedichts Abendlied („Der Mond ist aufgegangen“), in der er sich über Helmut Kohls Angewohnheit mokierte, fremde Texte mit eigenen Ideen anzureichern.[7] Parteispendenaffäre und seine Zeit nach der Kanzlerschaft In der CDU-Spendenaffäre nach der verlorenen Bundestagswahl 1998 verschwieg Kohl die Herkunft eines Betrags in Höhe von eineinhalb bis zwei Millionen DM, obwohl er gemäß dem Parteiengesetz, welches er als Bundeskanzler selbst unterzeichnet hatte, und der darin verankerten Publikationspflicht zur Auskunft verpflichtet war. Bis heute nimmt Kohl keine Stellung zu diesem Thema. Seine Argumentation, er habe das Geld von Spendern erhalten, denen er mit Ehrenwort versprochen habe, ihren Namen zu verschweigen, steht im Gegensatz zur geltenden Rechtslage und stieß seinerzeit auf heftige öffentliche Kritik. Für die der CDU durch die anschließende Sperrung der Wahlkampfkostenerstattung entstandenen finanziellen Einbußen kam Kohl mit Geld aus einer privaten Spendenaktion auf. Ein vom Bundestag eingesetzter Untersuchungsausschuss befasste sich von Dezember 1999 bis Juni 2002 mit der CDU-Spendenaffäre. Die Arbeit des Ausschusses wurde von heftigen parteipolitischen Auseinandersetzungen begleitet. Am 18. Januar 2000 musste Kohl wegen seiner Rolle in der CDU-Finanzaffäre auf den Ehrenvorsitz der CDU verzichten. Wegen des Verdachts der Untreue zum Nachteil seiner Partei eröffnete die Bonner Staatsanwaltschaft 2000 ein Ermittlungsverfahren gegen Kohl, das 2001 gegen Zahlung einer Geldbuße in Höhe von 300.000 DM wegen geringer Schuld gemäß § 153 a StPO eingestellt wurde. Kohl (links) und Boris Jelzin 2000 auf der Frankfurter BuchmesseIm Rahmen von Presseveröffentlichungen zum Insolvenzverfahren von KirchMedia ab 2002 wurde bekannt, dass Kohl zu den Politikern zählte, die Leo Kirch durch umstrittene Beraterverträge an sein Unternehmen gebunden hatte. Kohl hatte nach seiner Kanzlerschaft drei Jahre lang jeweils 600.000 DM erhalten. Kritiker wie Hans Herbert von Arnim wiesen darauf hin, Kirchs Medienimperium habe während der Kanzlerschaft unter Helmut Kohl von einer besonders Kirch-freundlichen Medienpolitik profitiert. Konkrete Verdachtsmomente konnten jedoch nie erhärtet werden. Die vermutete Vernichtung verschiedener Akten aus Kohls Amtszeit wird vielfach ironisch als Bundeslöschtage bezeichnet. Um die beabsichtigte Veröffentlichung von Kohls Stasi-Unterlagen kam es in den Jahren 2000 bis 2004 zu einer umfangreichen verwaltungsgerichtlichen Auseinandersetzung (Fall Kohl). Im Ergebnis musste er die Veröffentlichung sensibler Informationen nicht dulden. Im Wahlkampf zu den Parlamentswahlen in Italien 2006 unterstützte Kohl ausdrücklich seinen Freund, den Herausforderer und ehemaligen EU-Kommissionspräsidenten Romano Prodi, für die Kandidatur des Mitte-Links-Bündnisses L’Unione. Obwohl mit der in dem damals amtierenden Bündnis Casa delle Libertà vertretenen Forza Italia des damaligen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi ein Mitglied des von der CDU mitgestalteten Zusammenschlusses Europäische Volkspartei (EVP) kandidierte, erklärte Kohl anlässlich eines Besuchs in Rom: „Ich möchte, dass mein Aufenthalt hier als Unterstützung für Prodi verstanden wird, der ein großer Europäer ist“.[8] Seit 1990 war Helmut Kohl jedes Jahr für den Friedensnobelpreis nominiert worden[9], im Frühjahr 2007 etwa wurde Helmut Kohl von EU-Kommissionspräsident José Manuel Durão Barroso sowie von Michail Gorbatschow für die Auszeichnung vorgeschlagen.[10][11] Im Juli 2009 legte Kohl seine Ämter in der von seiner verstorbenen Frau gegründeten Hannelore-Kohl-Stiftung nieder; er begründete dies mit einer Übernahme der Stiftung durch Personen, „die in keiner Beziehung zu seiner verstorbenen Frau standen“.[12] Anlässlich der Feiern zum 20. Jahrestag des Mauerfalls traf sich Helmut Kohl am 31. Oktober 2009 im Berliner Friedrichstadtpalast noch einmal mit seinen damaligen Verhandlungspartnern, dem früheren sowjetischen Staatschef Michail Gorbatschow und dem damaligen US-Präsidenten George Bush senior. Die drei Staatsmänner erinnerten an die dramatischen Tage von damals.[13] Den Festlichkeiten am 9. November 2009 und dem Empfang des Bundespräsidenten für zahlreiche Staatschefs blieb Kohl fern. Offiziell wurden gesundheitliche Gründe angegeben, jedoch soll die Verweigerung der Bereitstellung einer Maschine der Flugbereitschaft durch das Bundeskanzleramt den Ausschlag gegeben haben.[14] Heutiges Engagement Helmut Kohl engagiert sich für die Aufarbeitung der SED-Diktatur. 1996 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Bürgerbüros Berlin, eines Vereins zur Aufarbeitung von Folgeschäden der SED-Diktatur, an dessen Gründung Bürgerrechtler wie zum Beispiel Bärbel Bohley und Jürgen Fuchs oder Persönlichkeiten wie Ignatz Bubis beteiligt waren und das er seither unterstützt. Seit 2003 ist er zudem Gründungsmitglied des Fördervereins der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Auszeichnungen und Ehrungen (Auszug) 1977 bekam Kohl das Großkreuz des Verdienstordens der Italienischen Republik verliehen. Im Jahr 1988 erhielt Kohl für seine Verdienste um die französisch-deutsche Freundschaft und für die Zukunft Europas gemeinsam mit François Mitterrand den Aachener Karlspreis. Er erhielt 1993 den Deutschen Medienpreis in Baden-Baden. Kohl wurde 1996 in Löwen Ehrendoktor der Katholieke Universiteit Leuven. Anfang 1996 erhielt er von der weltgrößten jüdischen Organisation, B’nai B’rith, einen Orden für humanitäre Verdienste. Die Edmond Israel Foundation verlieh ihm 1997 den „Vision for Europe Award“. Die Europäische Union ernannte Kohl am 11. Dezember 1998 zum Ehrenbürger Europas, ein Titel, der zuvor nur Jean Monnet verliehen worden war. Im Jahr 1999 wurde Kohl die Presidential Medal of Freedom verliehen. Am 31. Oktober 1999 erhielt er die St. Liborius-Medaille für Einheit und Frieden des Erzbistums Paderborn. Für seine Verdienste um die deutsche Einheit und der damit verbundene Beitrag für die Überwindung der Spaltung Europas wurde der frühere Bundeskanzler im Jahr 2000 mit dem Preis des Westfälischen Friedens ausgezeichnet. Im Jahr 2003 erhielt er den Preis der beleidigten Zuschauer für seine Aussage zur CDU-Spendenaffäre: „Die Gelder sammle ich, um das nötige Geld zu haben, um jetzt eine große Untersuchung anzustellen über die Vaterlandsverräter und Leugner der Deutschen Einheit. Etwa bei bestimmten Machenschaften der ARD.“ Im Januar 2004 wurde ihm der Internationale Adalbert-Preis in Warschau vom polnischen Staatspräsidenten überreicht. Er ist neben Konrad Adenauer der zweite Träger des Großkreuzes in besonderer Ausführung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Helmut Kohl ist Ehrenbürger der Städte Frankfurt am Main und Berlin. 1985 wurde er als erster Deutscher Ehrenbürger seines österreichischen Urlaubsortes St. Gilgen.[15] Am 2. September 2005 wurde er Ehrenbürger seiner Heimatstadt Ludwigshafen. Die Laudatio hielt Luxemburgs Premierminister Jean-Claude Juncker. Zudem erhielt Kohl von verschiedenen Universitäten im In- und Ausland die Ehrendoktorwürde. Gemeinsam mit George H. W. Bush und Michail Gorbatschow erhielt Kohl am 17. Juni 2005 vor 10.000 Zuschauern den „Point Alpha Preis für Verdienste um die Einheit Deutschlands und Europas in Frieden und Freiheit“. Im September 2005 erhielt er den Franz Josef Strauß-Preis der Hanns-Seidel-Stiftung. Die Laudatio hielt der frühere CSU-Vorsitzende Theodor Waigel, der im Kabinett von Helmut Kohl Bundesfinanzminister war. Am 3. Oktober 2005 wurde der Politiker mit der Quadriga ausgezeichnet, mit der der Verein Werkstatt Deutschland herausragende Europäer der Nachkriegsgeschichte ehrt. Der Altkanzler wurde damit nicht nur wegen seiner Verdienste um die Einheit Deutschlands, sondern auch um sein Bemühen der europäischen Einheit gewürdigt. Die Laudatio hielt der frühere sowjetische Staatspräsident Michail Gorbatschow. Am 17. Februar 2006 wurde Helmut Kohl mit dem Sonderpreis des Konrad-Adenauer-Preises für Kommunalpolitik der Kommunalpolitischen Vereinigung der CDU und CSU in Deutschland (KPV) ausgezeichnet. Am 20. Juni 2006 erhielt Helmut Kohl im Yuste-Kloster bei Cáceres den spanischen Europapreis. In der von Felipe González verlesenen Laudatio wurde Kohl als „großer Architekt“ für ein geeinigtes Europa bezeichnet. Am 25. Januar 2007 überreichte die Schweizer Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey Kohl in Lausanne die goldene Medaille der Jean-Monnet-Stiftung. Am 8. Mai 2009 erhielt er in Stuttgart den Hanns Martin Schleyer-Preis, am 26. November 2009 den Millenniums-Bambi, überreicht von seinem Laudator Theo Waigel. Am 26. April 2010 wurde Kohl mit dem hochdotierten Roland Berger Preis für Menschenwürde ausgezeichnet. Für den aus gesundheitlichen Gründen verhinderten Kohl nahm Hessens Ministerpräsident Roland Koch den Preis von Bundespräsident Horst Köhler entgegen. Laudator war Wladyslaw Bartoszewski, ehemaliger Außenminister Polens.[16] Von dem mit einer Million Euro dotierten Preis spendete Kohl im Juni 2010 700.000 Euro der Universität Heidelberg sowie die restlichen 300.000 Euro für den Bau eines Krankenhauses in Sri Lanka.[17] Kabinette Landesregierungen Rheinland-Pfalz: Kabinett Kohl I – Kabinett Kohl II – Kabinett Kohl III Bundesregierungen: Kabinett Kohl I – Kabinett Kohl II – Kabinett Kohl III – Kabinett Kohl IV – Kabinett Kohl V Liste der deutschen Bundesregierungen Veröffentlichungen Die politische Entwicklung in der Pfalz und das Wiedererstehen der Parteien nach 1945. Dissertation, Universität Heidelberg 1958 Zwischen Ideologie und Pragmatismus. Aspekte und Ansichten zu Grundfragen der Politik. Verlag Bonn Aktuell, Stuttgart 1973, ISBN 3-87959-014-1 Konrad Adenauer 1876/1976. Belser, Stuttgart 1976, ISBN 3-7630-1163-3 Reden und Berichte der Bundesregierung. Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, Bonn (zahlreiche Einzelveröffentlichungen) Die Deutsche Einheit. Reden und Gespräche. Lübbe, Bergisch Gladbach 1992, ISBN 3-7857-0665-0 Der Kurs der CDU. Reden und Beiträge des Bundesvorsitzenden 1973–1993. Hrsg. von Peter Hintze und Gerd Langguth. DVA, Stuttgart 1993, ISBN 3-421-06659-0 „Ich wollte Deutschlands Einheit.“ Dargestellt von Kai Diekmann und Ralf Georg Reuth. Propyläen, Berlin 1996, ISBN 3-549-05597-8. Mein Tagebuch 1998–2000. Droemer Knaur, München 2000, ISBN 3-426-27241-5 Erinnerungen. 1930–1982. Droemer Knaur, München 2004, ISBN 3-426-27218-0 Erinnerungen. 1982–1990. Droemer Knaur, München 2005, ISBN 3-426-27320-9 Erinnerungen. 1990–1994. Droemer Knaur, München 2007, ISBN 3-426-27408-6 Als Herausgeber: Der neue Realismus – Außenpolitik nach Iran und Afghanistan. Düsseldorf, 1980 ISBN 3-88458-017-5 Literatur Wolfram Bickerich: Helmut Kohl. Kanzler der Einheit. Econ-Taschenbuch, Düsseldorf 1996, ISBN 3-612-26363-3 (Neuausgabe des Buchs Der Enkel) Daniel Biskup (Fotografien), Annotationen: Helmut Kohl: Helmut Kohl . In Geschichte und Gegenwart, Collection Rolf Heyne, München 2010 ISBN 9783899104547 Jürgen Busche: Helmut Kohl. Anatomie eines Erfolgs. Berlin-Verlag, Berlin 1998, ISBN 3-8270-0282-6. Patricia Clough: Helmut Kohl. Ein Porträt der Macht. dtv, München 1998, ISBN 3-423-24122-5. Klaus Dreher: Helmut Kohl. Leben mit Macht. DVA, Stuttgart 1998, ISBN 3-421-05122-4. Klaus Dreher: Kohl und die Konten. Eine schwarze Finanzgeschichte. DVA, Stuttgart 2002, ISBN 3-421-05441-X. Wieland Elfferding: Helmut Kohl als Medienereignis. Zum Medien- und Machtdiskurs im Wahljahr 1994. In: Jörg Becker (Hrsg.): Medien, Macht und Märkte. Zürich 1994, ISBN 3-909160-06-9. Bernt Engelmann: Schwarzbuch Helmut Kohl oder: Wie alles begann. Steidl, Göttingen 2000, ISBN 3-88243-728-6. Werner Filmer, Heribert Schwan: Helmut Kohl. 4. Auflage. Econ, Düsseldorf u. a. 1990, ISBN 3-430-12746-7. Alexander Gauland: Helmut Kohl. Ein Prinzip. Rowohlt, Berlin 1994, ISBN 3-87134-206-8. Eckhard Henscheid: Helmut Kohl. Biographie einer Jugend. Haffmans, Zürich 1985, ISBN 3-251-00061-6 (satirische Biographie). Klaus Hofmann: Helmut Kohl. Eine politische Biographie. MVG, Stuttgart u. a. 1991, ISBN 3-87959-443-0 (ergänzte Neuauflage von Helmut Kohl. Kanzler des Vertrauens). Hans Klein: Es begann im Kaukasus. Der entscheidende Schritt in die Einheit Deutschlands. 2. Auflage. Ullstein, Berlin und Frankfurt am Main 1991, ISBN 3-550-07806-4. Peter Knorr, Hans Traxler: Birne. Das Buch zum Kanzler. Eine Fibel für das junge Gemüse und die sauberen Früchtchen in diesem unserem Lande. Zweitausendeins, Frankfurt am Main 1983 (Satire). Christian Graf von Krockow: Porträts berühmter deutscher Männer. Von Martin Luther bis zur Gegenwart. List, München 2001, ISBN 3-548-60447-1, S. 427–478. Jürgen Leinemann: Helmut Kohl. Ein Mann bleibt sich treu. Aufbau, Berlin 2001, ISBN 3-7466-7038-1 (erweiterte Neuauflage von Helmut Kohl. Die Inszenierung einer Karriere). Werner Maser: Helmut Kohl. Der deutsche Kanzler. Erweiterte Neuauflage. Ullstein, Frankfurt am Main und Berlin 1993, ISBN 3-548-35275-8 (Biographie). Konrad R. Müller (Fotos): Helmut Kohl. Lübbe, Bergisch Gladbach 1991, ISBN 3-404-61215-9 (Bildband mit einem Essay von Peter Scholl-Latour). Klaus Rathje, Jürgen Sacht: Das kleine Helmut-Kohl-Lexikon. Das Universum Helmut Kohl. Politische Freunde und Feinde, Kindheit und Jugend, Spargelessen und Saumagen, die Mechanismen der Macht, das System der Schwarzen Kassen. Lexikon, Berlin 2002, ISBN 3-89602-293-8. Bernhard Vogel (Hrsg.): Das Phänomen. Helmut Kohl im Urteil der Presse 1960–1990. DVA, Stuttgart 1990, ISBN 3-421-06567-5 (internationale Pressestimmen). Reimut Zohlnhöfer: Die Wirtschaftspolitik der Ära Kohl. Eine Analyse der Schlüsselentscheidungen in den Politikfeldern Finanzen, Arbeit und Entstaatlichung, 1982–1998. Opladen 2001, ISBN 3-8100-3159-3. Filme Die Kohl-Rolle – Eine öffentliche Biographie. Sechsstündige Dokumentation von Anja Reschke aus 25 Jahren Helmut Kohl. Der Mann aus der Pfalz. Biographieverfilmung des ZDF.

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