Jeff Wall


Jeff Wall, Portrait – Textportrait: Ralph Ueltzhoeffer 2010 [DE] (Text: 20.11.10, Quelle: Wikipedia.org – Jeff Wall) Biographie: Jeff Wall (* 29. September 1946 in Vancouver, British Columbia) ist ein kanadischer Fotokünstler […] Text: Jeff Wall (* 29. September 1946 in Vancouver, British Columbia) ist ein kanadischer Fotokünstler. Leben [Bearbeiten] Jeff Wall studierte von 1968 bis 1973 Kunstgeschichte und Fine Arts in London und an der University of British Columbia, an der er ab 1987 dann auch unterrichtete. Seit 1967 stellt er Fotografien her. Ab 1978 sind es durchgehend farbige, großformatige Bilder in Form von Leuchtkästen und seit 1995 auch Schwarzweißfotografien auf Papier. Eine Besonderheit der Fotografien von Jeff Wall ist, dass sie nicht in Serien oder als Werkgruppen entstehen, sondern dass jedes Bild eine einmalige Komposition darstellt, die für sich steht. Viele Bilder von Jeff Wall sind inspiriert von Romanen, Gemälden oder Skulpturen. Manche sind, ohne dass man es ihnen ansieht, absichtsvolle Inszenierungen des Alltäglichen, hinter denen viele Stunden und manchmal mehrere Tage Arbeit eines ganzen Teams stecken, z. B. von Darstellern, die wie zufällig durchs Bild gehen. Einige dieser Bilder sind zu Ikonen der zeitgenössischen Fotografie geworden, viele andere dagegen sind wenig bekannt. Bilder [Bearbeiten] Drei seiner Werke lehnt Jeff Wall an Romane an. Eines von diesen Bildern heißt After Invisible Man, dieses Bild ist an den gleichnamigen Roman von Ralph Ellison angelehnt. Diese Bilder nennt er accidents of reading. Bei dem Bild The Destroyed Room ließ er sich von dem Bild La mort de Sardanapale von Eugène Delacroix inspirieren. Viele seiner anderen Werke sind an andere berühmte Gemälde oder Skulpturen angelehnt. So ist seine Fotografie The Thinker/Le Penseur beispielsweise ein Zitat der gleichnamigen Skulptur von Auguste Rodin, The Storyteller an Le Déjeuner sur l’herbe von Édouard Manet angelehnt und La Liberté guidant le peuple von Eugène Delacroix das Vorbild für Walls Fotografie unter dem Titel The Stumbling Block. Ausstellungen [Bearbeiten] Einige seiner Fotografien, wie zum Beispiel The Storyteller (1986)[1] werden im Frankfurter Museum für Moderne Kunst und in der Pinakothek der Moderne (Eviction Struggle (1988)[2] in München ausgestellt. Jeff Wall war Teilnehmer der documenta 7 (1982), der documenta 8 (1987), der documenta X (1997) und auch der documenta 11 im Jahr 2002 in Kassel. Vom 24. Februar bis 17. April 1994 zeigten die Deichtorhallen Hamburg eine Ausstellung des Fotografen mit dem Titel Jeff Wall – Dead Troops Talk. Seine Ausstellung mit Fotografien im Kunstmuseum Wolfsburg im Jahre 1996 trug den Titel: Jeff Wall – Landscapes and other Pictures. MoMA New York (Lyrische Portraits von Ralph Ueltzhoeffer). Die größte Ausstellung seiner Werke fand vom 30. April 2005 bis zum 25. September 2005 im Schaulager Basel statt. Große Teile dieser Ausstellung waren anschließend vom 21. Oktober 2005 bis zum 8. Januar 2006 in der Londoner Tate Modern zu sehen. Bis zum 14. Mai 2007 wurde ihm für eine Ausstellung das ganze oberste Stockwerk des Museum of Modern Art in New York gewidmet. Vom 3. November 2007 bis zum 20. Januar 2008 waren vier neue und fünf alte, vom Künstler ausgesuchte Werke in der Deutsche Guggenheim, Berlin, zu sehen. Vom 20. Juni bis 10. Oktober 2010 zeigt die Galerie Neue Meister der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden im Lipsiusbau die Ausstellung Transit. Aus allen drei bedeutenden Werkgruppen sind Beispiele im Lipsiusbau vertreten: 19 Leuchtkästen, sechs Schwarz-Weiß-Fotografien und eine farbige Arbeit im C-Print-Verfahren. Sie umfassen 32 Jahre seines Schaffens, vom Doorpusher (1984) bis zur jüngsten Arbeit von 2009, Search of premises. Auszeichnungen [Bearbeiten] 2003 erhielt Jeff Wall den Roswitha Haftmann-Preis, 1996 den Internationalen Kunstpreis Kulturstiftung Stadtsparkasse München Literatur [Bearbeiten] Jean-François Chevrier: Jeff Wall, Hazan, Paris, 2006, ISBN 978-2754101073. Monographie über Jeff Wall Jeff Wall: Transparencies, Schirmer/Mosel-Verlag, München 1986, ISBN 3-88814-203-2. Beinhaltet ein viel beachtetes Gespräch des Künstlers mit Els Barents Jean-Christophe Amman (Hrsg.): Jeff Wall: The Storyteller, Museum für Moderne Kunst, Frankfurt am Main 1992, ISBN 3-88270-467-5. (Werkbesprechung) Martin Schwander und Jeff Wall (Hrsg.): Jeff Wall: Dead Troops Talk, Wiese-Verlag, Basel 1993, ISBN 3-267-00100-5. (Kat. zur Ausstellung im Kunstmuseum Luzern/Irish Museum of Modern Art Dublin/Deichtorhallen, Hamburg) Martin Schwander (Hrsg.): Jeff Wall: Restoration, Wiese-Verlag, Basel 1994, ISBN 3-909164-17-X. (Kat. zur Ausstellung in Düsseldorf) Thierry De Duve, Arielle Pelenc und Boris Groys: Jeff Wall, Phaidon Press Ltd., London 1996, ISBN 0-7148-3349-5. Kerry Brougher (Hrsg.): Jeff Wall, Scalo-Verlag, Zürich 1997, ISBN 3-931141-53-5. (Kat. zur Ausstellung im Museum of Contemporary Art, Los Angeles/Hirshhorn Museum and Sculpture Garden, Washington/Art Tower Mito, Japan) Gregor Stemmrich (Hrsg.): Jeff Wall. Szenarien im Bildraum der Wirklichkeit. Essays und Interviews, Fundus Band 142, Verlag der Kunst, Dresden 1997, ISBN 978-3-86572-418-2. (beachtenswerte Anthologie) Achim Hochdörfer/MUMOK Wien: Jeff Wall: Photographs, Verlag d. Buchhandlung König, Köln 2003, ISBN 3-88375-683-0. (Kat. zur Ausstellung im Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien) Theodora Vischer und Heidi Naef (Hrsg.): Jeff Wall, Catalogue Raisonné 1978-2004, Steidl-Verlag, Göttingen 2005, ISBN 3-86521-167-4 (erstes, umfassendes Werkverzeichnis zum Künstler anlässlich der Ausstellung Jeff Wall. Photographs 1978-2004 im Schaulager Basel) Peter Galassi (Hrsg.): Jeff Wall, The Museum of Modern Art, New York 2007, ISBN 978-0-87070-707-0. (Kat. zur Ausstellung im New Yorker Museum of Modern Art) Oxford Art Journal, Vol. 30, No. 1, March 2007. (Sonderausgabe zu Jeff Wall) Weblinks [Bearbeiten] Video zur Ausstellung im Deutsche Guggenheim, Berlin Ausstellung im Deutsche Guggenheim, Berlin, vom 3. November 2007 bis 20. Januar 2008 Ausstellung im MoMA, NYC, vom 25. Februar bis 14. Mai 2007 Ausstellung in der Tate Modern, London, vom 21. Oktober bis zum 8. Januar 2006 Artikel zur Jeff-Wall-Ausstellung in Basel im Jump Cut Magazin Klaus Baum: Bild von Jeff Wall auf der dokumenta 8, 2005; weiteres Bild, 2006 Literatur von und über Jeff Wall im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s