Xavier Naidoo


Xavier Naidoo, Portrait – Textportrait: Ralph Ueltzhoeffer 2011 [DE] (Text: 17.09.09, Quelle: Wikipedia.org) Biographie: (Textauszug) Xavier Kurt Naidoo (* 2. Oktober 1971 in Mannheim) ist ein deutscher Soul- und R&B-Sänger. Neben seiner Solokarriere ist er Gründungsmitglied der deutschen Musikgruppe Söhne Mannheims, Mitinitiator und Dozent an der Mannheimer Popakademie und hat mit Beats Around the Bush und naidoo records eigene Plattenlabels gegründet. Naidoos Liedtexte befassen sich unter anderem mit bekennendem Christentum und der Apokalypse, mit Nächstenliebe und der Bekämpfung von Fremdenhass. Für seine Texte wurde er mehrfach ausgezeichnet, so zum Beispiel 2003 mit dem Fred-Jay-Preis. Er engagiert sich bei vielen Projekten, darunter Brothers Keepers, Rock gegen Rechts, 4 Your Soul, Rilke Projekt, Zeichen der Zeit, Fourtress und eben bei der Band Söhne Mannheims. Naidoos Debütalbum Nicht von dieser Welt verkaufte sich seit 1998 über eine Million Mal. Ebenfalls großen Erfolg hatte er mit seinen beiden weiteren Soloalben Zwischenspiel – Alles für den Herrn (2002) und Telegramm für X (2005). Am 9. Oktober 2009 erschien sein viertes Album Alles kann besser werden. Leben [Bearbeiten]Naidoos Vater Rausammy stammte aus Sri Lanka, hatte deutsche und indische Vorfahren und arbeitete zunächst in England. Mit Xaviers Mutter Eugene, einer Südafrikanerin arabischer Abstammung, ließ er sich dann in Mannheim nieder. Xavier Naidoo wuchs römisch-katholisch[1] im Stadtteil Wallstadt auf. Noch heute lebt er in seiner Heimatstadt, der er, auch zusammen mit den Söhnen Mannheims, einige Lieder wie beispielsweise Meine Stadt und Wo ist mein Platz widmete. Naidoo sagt, dass er in seiner Schulzeit oft wegen seiner dunklen Hautfarbe gehänselt und bedroht wurde, weshalb seine Kindheit und Jugend nicht immer einfach war. Um sich im Notfall besser verteidigen zu können, erlernte er damals das Kickboxen. Seine ersten musikalischen Erfahrungen machte er in Schul- und Kirchenchören. Er wurde Mitglied des Celebration Gospel Choir, mit dem er eine CD aufnahm, und der Regionalband Just 4 Music. Er erlangte die mittlere Reife an der Feudenheim Realschule, begann eine Lehre als Koch, modelte für Bademoden, war Türsteher des Mannheimer Breakbeat-Clubs Milk![2] und ging in die USA, wo er unter dem Künstlernamen Kobra sein erstes Soloalbum, Seeing Is Believing, veröffentlichte. Außerdem stand er bei zwei Musicals in Mannheim und Hockenheim als Hauptdarsteller auf der Bühne. 1994 trat er als Backgroundsänger beim Rödelheim Hartreim Projekt der Frankfurter Produzenten Moses Pelham und Thomas Hofmann auf. Dort wurde er vom Label 3p entdeckt und als Solostar aufgebaut. Mit Sabrina Setlur nahm er noch im selben Jahr die Single Freisein auf und wurde so erstmals einem größeren Publikum bekannt. Die Kooperation mit 3p endete jedoch im Streit, nachdem Naidoo mit den Söhnen Mannheims erste Produktionen veröffentlicht hatte; das stellte nach Ansicht von 3p einen Vertragsverstoß dar. In der darauffolgenden Klage entschied das Landgericht Mannheim schließlich zu Gunsten Naidoos. Eine vor dem Bundesverfassungsgericht daraufhin eingereichte Verfassungsbeschwerde wurde 2005 nicht zur Entscheidung angenommen.[3] Wegen des Besitzes von 48 Gramm Haschisch und des Fahrens ohne Fahrerlaubnis wurde er im November 2000 zu 20 Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung und einer Geldstrafe von 100.000 DM verurteilt.[4] Xavier Naidoo ist überzeugter Vegetarier: „Dank eines Raps von Kool Savas bin ich Vegetarier geworden.“ [5] Naidoo bezieht sich dabei auf eine Passage im Lied Der beste Tag meines Lebens. Naidoo unterstützt die umstrittene Fernsehsendung „Tatort Internet“ (RTL II) mit dem Titelsong „Sie verdienen einen besonderen Schutz“. Solokarriere [Bearbeiten]1998 veröffentlichte Naidoo das Album und die gleichnamige Singleauskopplung Nicht von dieser Welt. Auch auf einer BRAVO-Compilation war das Lied zu finden, wodurch er einem breiteren jungen Publikum bekannt wurde. Man überlegte, eine erste Tour durchzuführen, doch Naidoos Veranstalter rieten ihm davon ab, gleich zu Beginn seiner Karriere auf Solotournee zu gehen. Nachdem sie sich weigerten, eine Tournee zu unterstützen, entschied Naidoo sich für einen außergewöhnlichen Weg – er organisierte die Liveauftritte in ganz Deutschland überwiegend selbst und in Zusammenarbeit mit dem Label 3p. Die Konzerte waren weit besser besucht als angenommen, und so hatte Naidoo nach Beendigung der Tour bereits vor über 300.000 Menschen gesungen. 1999 wurde ein Mitschnitt der Auftritte veröffentlicht. Im selben Jahr erhielt Xavier Naidoo das erste Mal den Echo als Bester nationaler Künstler, den Comet als Bester nationaler Act und den international anerkannten MTV Europe Music Award als Best German Act.[6] Mit über einer Million verkaufter Exemplare ist das Album Nicht von dieser Welt Xavier Naidoos bisher größter Erfolg in seiner Solokarriere.[6] Auch der hymnenhafte Titelsong Sie sieht mich nicht für die Kinoproduktion Asterix und Obelix gegen Caesar brachte ihm 1999 beträchtliches Airplay in Deutschland, Österreich und der Schweiz ein. 2002 wurde sein zweites Soloalbum mit dem Titel Zwischenspiel – Alles für den Herrn als Doppelalbum veröffentlicht. Es stieg, wie bereits sein Debütalbum, in Deutschland und Österreich jeweils auf Platz eins der Albumcharts ein. In der Schweiz erreichte es den dritten Platz. Nach der Veröffentlichung dieses Albums wurde Xavier Naidoo mit mehreren Preisen geehrt. So erhielt er zum zweiten Mal nach 1999 den Preis als Bester deutscher Künstler bei den MTV Europe Music Awards.[6] Eine Besonderheit stellen die einzelnen Musikvideos zum Album dar: in mehreren Clips spielen die Schauspieler Esther Schweins und Steffen Wink die Hauptrollen. Ebenfalls 2002 war Naidoo in der deutschen Fassung des Films City of God Synchronsprecher des Protagonisten und Erzählers Buscapé. Die Single Ich kenne nichts (das so schön ist wie du) aus dem Album The World According to RZA mit RZA erreichte 2003 in Deutschland Platz eins der Singlecharts. Im Dezember 2005 veröffentlichte Naidoo sein drittes Soloalbum Telegramm für X. Das Album stieg sofort auf Platz eins der LP-Charts ein, wurde vierfach mit Platin ausgezeichnet und verkaufte sich bis heute rund 800.000 Mal. Das Album eroberte auch in Österreich und in der Schweiz Platz eins der Charts. Eingeleitet wurde dieser Albumerfolg durch die erfolgreiche erste Singleauskopplung Dieser Weg. Der Song kletterte bis auf Platz zwei der deutschen Charts und verharrte dort mehrere Wochen lang. Außerdem erreichte er die Top Ten in Österreich und in der Schweiz. Bei der Echo-Verleihung 2006 wurde Naidoo unter anderem als bester nationaler Künstler geehrt. Er präsentierte dort im Showteil zum ersten Mal live die zweite Singleauskopplung Bist du am Leben interessiert. Dieser Song erreichte in den deutschen Singlecharts Platz 27 als Höchstplatzierung. Am 23. Juni 2006 wurde der Song Zeilen aus Gold veröffentlicht, am 3. November 2006 folgte Was wir alleine nicht schaffen. Am 9. Juli 2006 sang Naidoo anlässlich der Begrüßung der deutschen Fußballnationalmannschaft nach der Weltmeisterschaft 2006 auf der Fanmeile in Berlin. Kurze Zeit später veröffentlichte er den Titel Danke, in dem er sich bei der deutschen Fußballnationalmannschaft für ihre Spiele und den dritten Platz bei der Fußball-WM 2006 „bedankt“. Der Song sollte zunächst nur im Internet veröffentlicht werden. Nach der großen Fußball-Begeisterung wurde er aber doch als Single herausgebracht und stieg auf Platz eins der deutschen Singlecharts ein, wo er sich insgesamt fünf Wochen aufhielt.[6] Für über 150.000 verkaufte Singles erhielt er 2006 eine Goldene Schallplatte. Der Titel erreichte auch in Österreich und in der Schweiz die Top Ten. Im Dezember 2006 wurde Naidoo mit dem Radiopreis 1LIVE Krone ausgezeichnet. 2006 wurde er von dem Männermagazin Men’s Health zum bestangezogenen Mann Deutschlands gewählt. Im Jahr 2007 legte Xavier Naidoo seine Soloprojekte betreffend eine Pause ein. Jedoch war er musikalisch an einigen Projekten anderer Künstler beteiligt. Im selben Jahr veröffentlichte Naidoo die im Kinderbuchverlag Wolff erschienene Kinderplatte Peter und der Wolf von Sergej Prokofjew. 2008 trat er zusammen mit den Söhnen Mannheims in der Reihe der MTV Unplugged-Konzerte auf. Im Anschluss daran wurde das Doppelalbum Wettsingen in Schwetzingen veröffentlicht. Noch nie in der Geschichte der MTV Unplugged-Reihe wurde zuvor ein Doppelalbum aufgezeichnet.[6] Das Album verkaufte sich über 300.000 Mal und wurde dreimal mit Gold und einmal mit Platin ausgezeichnet. 2009 tourte Xavier Naidoo gemeinsam mit den Söhnen Mannheims durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Auf der IZ ON|Alles kann besser werden Tour*2009 wurden in 14 Städten insgesamt 28 Konzerte aufgeführt. So trat an einem Abend zunächst Xavier Naidoo solo auf, am folgenden Abend folgte ein Söhne-Mannheims-Konzert.[7] Auf der Tour wurde einerseits das im Juli 2009 erschienene Söhne-Mannheims-Album Iz On vorgestellt, andererseits das im Oktober 2009 veröffentlichte vierte Soloalbum von Xavier Naidoo, Alles kann besser werden. Am 4. März 2010 erhielt er den Echo 2010, überreicht durch Esther Schweins. Diskografie [Bearbeiten]Hauptartikel: Xavier Naidoo/Diskografie Studioalben [Bearbeiten]1993: Seeing Is Believing 1998: Nicht von dieser Welt 2002: Zwischenspiel – Alles für den Herrn 2005: Telegramm für X 2009: Alles kann besser werden Live-Alben [Bearbeiten]1999: Live 2003: …Alles Gute vor uns… 2008: Wettsingen in Schwetzingen – MTV Unplugged (zusammen mit den Söhnen Mannheims) 2010: Alles kann besser werden live Filmografie [Bearbeiten]2000 Tatort – Die kleine Zeugin (TV) 2001 Auf Herz und Nieren (kleine Rolle als Shalaman) 2002 City of God (Synchronstimme des Buscapé) 2007 Yes, I am! (Dokumentation über Brothers Keepers) Musicals [Bearbeiten]1995 Human Pacific von Richard Geppert 1998 People von Richard Geppert Band-Besetzung [Bearbeiten]Ralf Gustke – Schlagzeug Alex Auer – Gitarre Neil Palmer – Keyboard Mathias Leber – Keyboard Robbee Mariano – Bass Ben Abarbanel-Wolff – Saxophon Stu Krause – Trompete Friedrich Milz – Posaune Adax Dörsam – Gitarre Rhani Krisha – Percussion Billy Davis – Turntable Produzenten [Bearbeiten]Philippe van Eecke Michael Herberger William T. Davis Neil Palmer Aiko Rohd Ruben „MR. RAWDRIGUEZ“ Rodriguez Milan Martelli Auszeichnungen [Bearbeiten]Echo 1999: für „Newcomer National“ [8] 2000: für „Künstler National“ [9] 2004: für „Single International“ (Ich kenne nichts (das so schön ist wie du)) (mit RZA) [10] 2006: für „Künstler National“ [11] 2010: für „Künstler National“ Comet 1999: für „Act National“ [12] 2002: für „Act National“ [12] Bravo Otto 2005: „Bronze“ in der Kategorie „Sänger“ [13] 2006: „Silber“ in der Kategorie „Sänger“ [14] Goldene Stimmgabel 2002: für die Anzahl verkaufter Tonträger von Oktober 2001 bis Juni 2002 [15] 2006: für die Anzahl verkaufter Tonträger von Oktober 2005 bis Juni 2006 [15] MTV Europe Music Award 1999: für „Best German Act“ [16] 2002: für „Best German Act“ [17] Eins Live Krone 2006: für „Bester Künstler“ [18] Goldene Kamera 2006: für „Pop National“ [19] Fred-Jay-Preis 2003: Für den Erfolg mit „deutschen Liedtexten“ [20] Literatur [Bearbeiten]Michael Fuchs-Gamböck, Jörg-Peter Klotz: Xavier Naidoo. Seine Wege; München: Goldmann, 2002; ISBN 3-442-45317-8 Michael Ganster: Christlich spirituelle Inhalte in zeitgenössischer Popmusik am Beispiel Xavier Naidoos und ihre Rezeption bei Jugendlichen; in: Michael N. Ebertz, Helmut Schwab (Hg.): MenschenArbeit. Freiburger Studien, 17; Konstanz: Hartung-Gorre, 2003; ISBN 3-89649-843-6 Matthias Lemme: Die neuen Psalmensänger: Religiosität in deutschsprachiger Popmusik (Reihe: Populäre Kultur und Theologie; Bd. 3; Edition Treskeia); Jena: IKS Garamond, 2009; ISBN 978-3-938203-72-9 Musik [Bearbeiten]2005: Sing deine Hits (Songtexte) 2007: X.Naidoo Das Beste Für Piano (Notenbuch) Weblinks [Bearbeiten]Offizielle Internetpräsenz von Xavier Naidoo Interview mit Xavier Naidoo über seinen Glauben und die Kirche, erschienen in der Süddeutschen Zeitung im Juli 2010 Interview mit Xavier Naidoo, Radiobeitrag (20:57 min) aus „Das Interview der Woche“ in radioBerlin 88,8 Literatur von und über Xavier Naidoo im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek Xavier Naidoo in der deutschen und englischen Version der Internet Movie Database Xavier Naidoo bei MusicBrainz (englisch) Xavier Naidoo bei laut.de Xavier Naidoo bei Discogs (englisch)

Advertisements

Eine Antwort zu “Xavier Naidoo

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s