Bob Geldof


Bob Geldof, Portrait – Textportrait: Ralph Ueltzhoeffer 2011 [DE] (Text: 06.09.09, Quelle: Wikipedia.org) Biographie: Robert Frederick Zenon Geldof KBE (* 5. Oktober 1951 in Dún Laoghaire, Irland) ist ein irischer Musiker. Karriere [Bearbeiten]Bob Geldof wuchs in der Nähe von Dublin auf. Nach dem Tod der Mutter 1959 übernahm seine ältere Schwester seine Erziehung und schickte ihn auf das katholische Internat „Blackrock College“. Geldofs Vater Bob sr. starb im August 2010 im Alter von 96 Jahren.[1][2] Im Alter von achtzehn Jahren versuchte Geldof sich als Lastwagenfahrer, war Straßensänger, Englischlehrer und schrieb schließlich Reportagen für das Musikmagazin „Georgia Street“ in Vancouver. 1975 kehrte er nach Irland zurück und arbeitete dort als freier Journalist für verschiedene Musikzeitungen, u. a. führte er Interviews für den New Musical Express mit Little Richard und Elton John. Bald darauf begann er selbst Musik zu machen und gründete in Dublin „The Nightlife Thugs“, die ursprünglich Rhythm and Blues spielten. Die Band siedelte 1976 nach England über und änderte ihren Namen in The Boomtown Rats. Beeindruckt von den Sex Pistols und The Clash änderten sie auch ihren musikalischen Stil und bekamen bald einen Plattenvertrag bei „Ensign“.[3] Als Sänger der Boomtown Rats feierte Geldof in den folgenden Jahren einige musikalische Erfolge. Ihr größter Hit war 1979 das Lied I Don’t Like Mondays, das vom Amoklauf der Brenda Ann Spencer inspiriert wurde. 1982 gab Geldof ein kurzes schauspielerisches Gastspiel in der Hauptrolle des Musikfilms The Wall von Pink Floyd. Im Oktober 1984 sah Geldof zufällig eine Fernsehdokumentation über die damalige Hungersnot in Äthiopien und beschloss spontan, etwas dagegen zu unternehmen. Er schreibt darüber in seiner Autobiographie: „I went home […] and switched on the television. I saw something that placed my worries in a ghastly new perspective. The news report was of famine in Ethiopia. […] That night I couldn’t sleep. […] The images played and replayed in my mind. What could I do? […] Did not the sheer scale of the whole thing call for something more?[4]“ (Ich ging nach Hause […] und schaltete den Fernseher ein. Ich sah etwas, das meine Sorgen in einen grässlichen, neuen Blickwinkel rückte. In der Reportage ging es um die Hungersnot in Äthiopien. […] In dieser Nacht konnte ich nicht schlafen. […] Die Bilder spielten sich wieder und wieder in meinem Kopf ab. Was konnte ich tun? […] Verlangte nicht das schiere Ausmaß der ganzen Sache nach etwas mehr?) Zusammen mit dem Musiker Midge Ure von der Gruppe Ultravox schrieb Geldof das Lied Do They Know It’s Christmas? und rief das Projekt Band Aid ins Leben, um Geld gegen den Hunger in Äthiopien zu sammeln. Animiert durch den Erfolg des Projektes organisierte er 1985 das weltweite Konzert Live Aid. Seit 1986 verfolgt Bob Geldof eine musikalische Karriere als Solokünstler. Musik [Bearbeiten] Bob Geldof schreibt Autogramme Bob Geldof 1991Die Boomtown Rats, für die Geldof nahezu alle Lieder schrieb, werden der Punk- und New-Wave-Bewegung zugeordnet. Zu Beginn der 1980er Jahre wurde die Musik poppiger. Auf Geldofs erstem Solo-Album Deep In The Heart Of Nowhere von 1986, setzte er diesen Stil fort, ab Vegetarians of Love, das 1990 erschien, waren deutliche Einflüsse aus dem Irish Folk zu hören; neben der akustischen Gitarre kamen Violine und Akkordeon verstärkt zum Einsatz. Dieses Album hatte einen ruhigen Charakter, der auf The Happy Club 1992 weitestgehend beibehalten wurde. Das nach langer Pause 2001 erschienene Album Sex, Age & Death war kommerziell wenig erfolgreich. Soziales Engagement [Bearbeiten]Bereits 1982 war Bob Geldof unter anderem mit Sting, Eric Clapton und Phil Collins beim Secret Policeman’s Concert für Amnesty International aktiv. Geldof war Hauptinitiator des Projekts Band Aid und den weltweiten Benefiz-Konzerten Live Aid am 13. Juli 1985, Band-Aid-II und Band Aid 20 in den Jahren 1989 und 2004, zugunsten der hungernden Bevölkerung Afrikas. Seit Mitte der 1990er Jahre setzt sich Geldof zusammen mit Bono von U2 für den Schuldenerlass für die Dritte Welt ein. Im Jahre 2005 organisierte er das Live-8-Konzert, welches als Neuauflage des Live-Aid-Konzertes aus dem Jahr 1985 gehandelt wurde. Das Live-8-Konzert fand am 2. Juli 2005 im Hyde Park in London sowie an acht weiteren Orten statt. Diese waren Johannesburg, sowie die Hauptstädte der G8-Staaten, Paris, Berlin, Rom, Philadelphia (anstelle von Washington D. C.), Tokio, Moskau und Barrie (anstelle von Ottawa). Aufgrund seines humanitären Engagements wurde er schon in den 1980er Jahren als ein Anwärter für den Friedensnobelpreis gesehen. Der norwegische Abgeordnete Jan Simonsen schlug Geldof 2006 erneut für den Friedensnobelpreis vor. Kurz vor dem G8-Gipfel in Heiligendamm 2007 und dem P8-Konzert in Rostock, an dem Geldof ebenfalls beteiligt war, übernahm er für einen Tag die Redaktion über die Bildzeitung[5], um auf die schwierige politische Situation in Afrika aufmerksam zu machen. Seit 2003 engagiert sich Geldof aufgrund persönlicher Erfahrungen für die englische Väterrechtsbewegung insbesondere auch für Fathers 4 Justice. Rittertitel [Bearbeiten]Geldof wurde von Königin Elisabeth II. zum Ritter geschlagen, darf den Titel Sir jedoch als Staatsangehöriger der Republik Irland nicht tragen; dies ist Bürgern des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland oder eines Commonwealth Realms vorbehalten. Den honorary knighthood („Rittertitel ehrenhalber“) kann er lediglich durch ein dem Namen nachgesetztes KBE (für Knight Commander of the Order of the British Empire) ausdrücken. Dennoch wird er auch als Sir Bob bezeichnet. Preise [Bearbeiten]Am Festival Rose d’Or wurde Bob Geldof 2005 mit dem Rose d’Or Charity Award ausgezeichnet. Bob Geldof wurde 2006 bei der Echo-Verleihung mit dem Sonderpreis der Deutschen Phonoakademie ausgezeichnet, wobei Campino, der Frontmann der Toten Hosen, der Laudator war. 2009 erhielt Geldof die vom GQ-Magazine herausgegebene Auszeichnung zum Mann des Jahres für sein karitatives Lebenswerk.[6] Diskografie [Bearbeiten]Chartplatzierungen (vorläufig) Vorlage:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/vorläufige Chartplatzierung Erklärung der Daten Alben[8] Deep in the Heart of Nowhere UK 79 06.12.1986 (1 Wo.) DE 27 05.01.1987 (10 Wo.) [7] CH 15 04.01.1987 (8 Wo.) The Vegetarians of Love UK 21 04.08.1990 (6 Wo.) {{{5}}} DE 15 23.07.1990 (20 Wo.) [7] AT 27 26.08.1990 (1 Wo.) CH 20 29.07.1990 (10 Wo.) The Happy Club DE 60 12.10.1992 (8 Wo.) CH 39 11.10.1992 (1 Wo.) How to Compose Popular Songs That Will Sell UK 89 19.02.2011 (… Wo.) Singles[8] This Is the World Calling UK 25 01.11.1986 (5 Wo.) DE 28 22.12.1986 (11 Wo.) CH 18 04.01.1987 (6 Wo.) Love Like a Rocket UK 61 21.02.1987 (3 Wo.) The Great Song of Indifference UK 15 23.06.1990 (6 Wo.) DE 20 16.07.1990 (17 Wo.) Love or Something DE 55 24.09.1990 (10 Wo.) Room 19 (Sha La La La Lee) DE 53 17.08.1992 (11 Wo.) Crazy UK 65 07.05.1994 (1 Wo.) DE 72 30.05.1994 (8 Wo.) [7] Boomtown Rats [Bearbeiten]1977 The Boomtown Rats 1978 A Tonic for the Troops 1979 The Fine Art of Surfacing 1981 Mondo Bongo 1982 V Deep 1984 In the Long Grass Solo [Bearbeiten]1986 Deep in the Heart of Nowhere (Mercury/Universal) 1990 Vegetarians of Love (Mercury/Universal) 1992 The Happy Club (Mercury/Universal) 1994 Loudmouth (the Best of) (Vertigo/Universal) 2001 Sex, Age & Death (Eagle Rock/Edel) 2006 Great Songs of Indifference – The Anthology (alle vier Solo-Alben plus Bonus-Tracks) (Mercury/Universal) 2011 How to Compose Popular Songs That Will Sell (Mercury/Universal) Auszeichnungen [Bearbeiten]2005 – Rose d’Or Charity Award für Live Aid 2005 – Free Your Mind Award (im Rahmen der MTV Europe Music Awards 2005) 2006 – Echo für Besondere musikalische Leistungen 2006 – Amadeus Austrian Music Award für die beste Musik-DVD „Live 8“ 2007 – BMW Pioneer Award (Cinema for Peace) 2009 – Life Time Charity Award des Gentlemen’s-Quarterly-Magazins 2011 – Ordensträger „Sozial“ des Dresdner St. Georgs Ordens des Semperopernballs Buchveröffentlichungen [Bearbeiten]Is That It? (Autobiografie), London 1986, ISBN 0-14-009363-X Quellen [Bearbeiten]↑ The Irish Times: Death of Bob Geldof snr announced, 26. August 2010 ↑ The Irish Times: Funeral of Bob Geldof senior held, 31. August 2010 ↑ Munzinger-Archiv /Pop-Archiv International 6/90 ↑ Geldof, Bob: Is That It?. London, 1986, ISBN 0-14-009363-X ↑ Bob Geldof: Lücke zwischen arm und reich wächst, lycos.de, 31. Mai 2007 ↑ Auszeichnung des GQ-Magazins zum „Mann des Jahres“ ↑ a b c DE-Alben: Hitbilanz LP 1987-1990, Günter Ehnert (Hrsg.), Taurus Press, ISBN 3-922542-58-1; Hitbilanz LP 1991-1994, Günter Ehnert (Hrsg.), Taurus Press, ISBN 3-922542-57-3.

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