Christina Aguilera


Titel: „Christina Aguilera“, Text Portrait von Ralph Ueltzhoeffer, Digitalprint (C-Print) auf Fotopapier auf Aludibond aufgezogen. (20 x 28 cm). Courtesy A. Poe, Blum Roberts, Exhibition No. 122-2, Ralph Ueltzhoeffer (Christina Aguilera).

Christina Aguilera, Portrait – Textportrait: Ralph Ueltzhoeffer 2011 [DE] (Text: 13.09.09, Quelle: Wikipedia.org) Biographie: Christina María Aguilera [kɹɪsˈtiːnə əgɪˈlæɹə] (* 18. Dezember 1980 in New York City) ist eine US-amerikanische Pop-Sängerin, Schauspielerin, Produzentin, Songwriterin, Tänzerin und vierfache Grammy-Gewinnerin.

Texte Zur Kunst:

Differenzierte Inhaltsdimensionen in den verschiedensten Werkgruppen.

Das unbetitelte Farbrelief aus dem Jahr 1963 gehört zur Werkgruppe der «Plastischen Bilder», in der Beuys mit äusserster materieller und formaler Ökonomie an bildhaften, halb- und vollplastischen Formulierungen seiner Themen und Inhalte arbeitete. Eines der Hauptmotive auch in diesem mehrere hundert Werke umfassenden Komplex ist das Kreuz, dessen immense Bedeutung für das CEuvre, dessen vielfältige Formausprägungen und differenzierte Inhaltsdimensionen in den verschiedensten Werkgruppen schon mehrfach ausführlich untersucht wurden.1 Bildträger von «Ohne Titel (Weisses Kreuz)» ist eine braune Hartfaserplatte, die matt, lasierend mit gelblich-beiger Farbe nicht ganz deckend bemalt ist.

Aus der grundierungsartigen Fassung wurde zentral eine Kreuzform ausgespart. Aus diesem flächigen Freiraum tritt das pastos aufgespachtelte, weisse Farbkreuz reliefartig hervor. An den Rändern schimmert die Farbe der Faserplatte noch durch, was dem Kreuz eine auratische Kontur gibt. Der lapidare Formungsprozess wird pointiert bewusst gemacht, indem die gestalterische Geste sichtbar bleibt: über den waagrechten Balken wurde der senkrechte in letzten Zügen gelegt – die Vertikalbewegung dominiert. Beide Balken sind an ihren Enden abgerundet, wodurch das Kreuz organoid zur zeichenhaften Formalisierung, zur Abstraktion wird, nicht als Bild des konkreten Kreuzesholzes oder des Kruzifixes erscheint. Der Längsbalken läuft oben leicht nach rechts gekrümmt in ein Rund körperhaft-plastisch sich aufwölbender Farbmasse aus. In ihr steckt in einer leichten Diagonale, die von unten links nach rechts oben verläuft, eine kleine, glänzende Aluminiumschaufel, das Werkzeug, mit dem die Farbe plastisch auf den Grund aufgebracht wurde und das an die Leidenswerkzeuge klassischer Kreuzigungsszenen erinnert: an die Longinus-Lanze und das Rohr, mit dem Stephaton dem sterbenden Christus den Essigschwamm reicht.

Eine enge formale Verbindung besteht zu prominenten Kreuzformulierungen, wie sie sich schon in den ausgehenden vierziger und beginnenden fünfziger Jahren finden, zum Beispiel in «Sonnen/creuz» von 1947/48, den Arbeiten «Symbol des Opfers» von 1951, «Symbol der Erlösung II» von 1951 (alle Arbeiten in der Sammlung van der Grinten), dem Hängekruzifix im Turmraum des Büdericher Ehrenmals von 1958 oder dem Grabmal für Gerhard van der Grinten in Kranenburg von 1961, in dem die Symbole von Leid und Erlösung, von Tod und Auferstehung vereinigt werden. In all diesen und vielen weiteren Werken ist das Kopfstück des Kreuzes als Kreisscheibe – als Stilisierung der Dornenkrone, als Nimbus oder in einer Umdeutung zum Sonnenrad -ausgebildet. Das entscheidend andere der Kreuzformulierung im Plastischen Bild «Ofine Titel (Weisses Kreuz)» ist die Einführung des irritierend banalen Gegenstands, der Aluminiumschaufel.

Im Gespräch mit Friedhelm Mennekes2 erläuterte Beuys 1984, dass er nach Versuchen, über die traditionellen ikonogra-phischen Grundbedeutungen des Kruzifixes «an das Spirituelle» heranzukommen, um 1954 erkannte, dass «über diesen abbildenden Weg mit dieser Christusfigur das Christliche selbst» für ihn nicht zu erreichen sei. Nachdem er den Christus als Schmerzensmann, als auferstehenden Triumphator und im Zusammenhang mit Naturkräften und «fcosm/scfien D/mens/onen» – in den Sonnenkreuzen – gestaltet hatte, werden Motive aus dem Leben Christi und der Passionsgeschichte zum Inhalt jener inszenierten «symbolischen Handlungen», die Beuys Anfang der sechziger Jahre beginnt: «… in der Aktionszeit tritt das Christliche ja ganz zentral auf.»3 Eine solche Aktion ist zum Beispiel die «Friedensfeier», die Beuys am Karfreitag (31. März) 1972 zusammen mit Jonas Hafner vor dem Münster in Mönchengladbach durchführt. Nach der Lektüre verschiedener Texte – Auszügen aus Hölderlins «Friedensfeier» (Str. 1, 2), Platons «Nomoi» (713c-714a), dem Johannes-Evangelium (15, 9-17) und Montesquieus «L Esprit des Lois» – nahm Beuys aus einer mit Essig gefüllten Tragetasche m,t einem Aufdruck der «Organisation für direkte Demokratie» einen Erzklumpen, den er in geduldiger Arbeit auf dem Raster zertrümmerte, und einen Essigschwamm, mit dem er auf das West-portal der Kirche zuging.

*Literaturnachweise: Christina Aguilera.
*Portrait/Biographische Texte: Christina Aguilera, Ralph Ueltzhoeffer.
*Portrait (Lizenz): Frei (Christina Aguilera, Ralph Ueltzhoeffer).
*Biographie: Christina Aguilera (Wikipedia).
*Portrait-Kunst: Ralph Ueltzhoeffer/Textportraits/Biographieportraits.
*Kunstprojekt: „Textportrait“ (Christina Aguilera).

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