Leni Riefenstahl


Titel: „Leni Riefenstahl“, Text Portrait von Ralph Ueltzhoeffer, Digitalprint (C-Print) auf Fotopapier auf Aludibond aufgezogen. (100 x 140 cm). Courtesy A. Poe, Blum Roberts, Exhibition No. 124-2, Ralph Ueltzhoeffer.

Leni Riefenstahl, Portrait – Textportrait: Ralph Ueltzhoeffer 2011 [DE] (Text: 19.08.11, Quelle: Wikipedia.org) Biographie: Helene Bertha Amalia Riefenstahl (* 22. August 1902 in Berlin; † 8. September 2003 in Pöcking) war eine deutsche Tänzerin, Schauspielerin, Filmregisseurin und Fotografin.

Texte zur Kunst:

Plastische Theorie: Portraits als Photographien.

Es handelt sich um ein offenes Werk, in dem der dynamische Wechsel zwischen Fülle und Leere pulsiert und in dem sich eine dialektische Beziehung entwickelt zwischen Behälter und Inhalten: die kristallinen, regelmässigen und kantigen Formen der Bronzeplatten scheinen von der Grosse her dominant, aber sie bilden die Träger der kleineren Quader. Diese ihrerseits sind oben unbedeckt und weisen an der Vorderseite eine elliptische Öffnung auf, durch die halbeiförmige, wie in gewundene Kabel verwickelte Körper zu sehen sind. Von diesen Strukturen sind immer zwei gleich: auf jedem Quader sind zwei Varianten des gleichen spiralförmigen Körpers angebracht, der längs in der Hälfte gebrochen ist. Obschon die beiden Hälften sich ohnehin voneinander unterscheiden, ist bei beiden im Innern eine überquellende Masse vorhanden, so dass sie nicht aufeinanderpassen würden. Horizontale Leistchen verbinden die Spulen mit ihren Behältern, stellen einen Kontakt her zwischen Innen und Aussen. Und mit diesen unregelmässigen und nicht unterscheidbaren Knoten – dem chaotischen Pol der «Plastischen Theorie» – kann man die reine Körperlichkeit des Werkes transzendieren und zur «Interpretation der Umwelt» übergehen, auf die sich Leering bezieht: Beuys selbst hat 1958 dieses Motiv «Raumsonde» genannt, als handelte es sich um ein Objekt, das die Umwelt erforschen und beeinflussen könnte.

Dominanz des Horizontalen – Übertragung von Energie.

Wie in «Tisch mit Aggregat» (1958/85) sind in «Doppelaggregat» Spannungsfaktoren vorhanden, wie das Kristalline und das Formlose, Unbeweglichkeit und Elektrizität, die Verbindung zur Erde, die Dominanz des Horizontalen. Auf der Rückseite zweier Fotografien von Wellert skizziert Beuys zwei untereinander verbundene Spulenkörper und suggeriert so die Identifizierung mit den beiden Polen einer Batterie, positiv und negativ. Er evoziert damit die potentielle Erzeugung und Übertragung von Energie, die durch die kubischen Kisten ausgestrahlt und verstärkt wird. Diese spiralförmigen Strukturen erscheinen allerdings nicht so sehr «elektromorph» als «biomorph»; dies könnte die Assoziation zur Welt der Bienen rechtfertigen: zum einen wegen der oben erwähnten Form von geflochtenen Bienenstöcken,12 dann wegen der Fähigkeit, Wärme zu erzeugen, die den Bienen zuerkannt wird. Dies entspricht der Lehre von Steiner, die Beuys in seine «Wärmetheorie»13 aufgenommen hat.

Schliesslich spricht für diese These die Inschrift des englischen Wortes «ehest», die Beuys auf einer der schon erwähnten Fotografien angebracht hat. «Chest» bedeutet sowohl Brust – also die Brust der Bienen, welche in der Lage sind, mit Hilfe der Brustmuskulatur starke Wärme zu erzeugen und diese zu wie auch Kiste, Boden, also das Stütz- und Ausstrahlungselement in «Doppelaggregat». Wenn wir aber dem Zusammenhang treu bleiben, in welchem Beuys die Idee des Aggregats konzipierte, fällt uns als weiteres nicht zu vernachlässigendes Element bei der Entstehung dieses Werkes das fliessende Wasser auf – welches seinerseits Energie erzeugen kann -, sowohl im Hinblick auf das unvollendete Projekt von Dortmund wie auf Grund des ikonographischen Motivs: der mitreissende Strudel des Wassers kann ähnliche schraubenförmige Zeichnungen erzeugen wie diese stilisierte Version auf der Oberfläche der Spulen.

In der zweiten Hälfte der fünfziger Jahre produziert Beuys ausserdem zahlreiche Werke, in denen das Wasser das zentrale Element ist: «Aggregat im Wasser» und «Condensator» (beide von 1957),15 «Wasseralle» oder «Brunnen» (von 1956),16 Turbinen oder andere Geräte, die sofort die Assoziation zu den Spulenkörpern von «Doppelaggregat» hervorrufen.

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