Naomi Campbell

Naomi Campbell - Textportrait Ralph Ueltzhoeffer
Titel: „Naomi Campbell“, Text Portrait von Ralph Ueltzhoeffer, Digitalprint (C-Print) auf Fotopapier auf Aludibond aufgezogen. (100 x 140 cm). Courtesy A. Poe, Blum Roberts, Exhibition No. 169-2, Ralph Ueltzhoeffer.

Naomi Campbell, Portrait – Textportrait: Ralph Ueltzhoeffer 2011 [DE] (Text: 29.08.09, Quelle: Wikipedia.org) Biographie: Naomi Campbell (* 22. Mai 1970 in Lambeth, London) ist ein britisches Fotomodell und Schauspielerin. Biografie [Bearbeiten]Naomi Campbell wurde als Tochter der jamaikanischen Balletttänzerin Valerie Campbell (geb. Morris) geboren […]

Texte zur Kunst:

Portrait-Kunst und Assoziationen

Nach den Vorstellungen des Künstlers bezieht sich die Skulptur auf mythologische Bezirke: der König als Berg und der Berg als eine menschliche Figur… Wie bei Gebirgsformationen erkennt man jetzt die gekreuzten Arme und die eingefallene Leibeshöhle. Krone oder Kompass beide Assoziationen verbinden sich mit dem vom Rumpf getrennten Haupt… (Ein) Aquarell und Skulptur beziehen sich, so Beuys, auf Mythen der Druiden und Schamanen, in denen der König bei besonderen Gefahren von seinem Stamm enthauptet wurde.

Der kleinere, kompakte und massive Teil liegt im Gravitationsfeld des grösseren, der sich als Hohlform gedehnt ausbreitet. Die Orientierung ist wechselseitig und veranschaulicht das Verhältnis einer anorganischen zu einer organischen Form. Für den Künstler ist der Berg mit seinen Mineralien ein männliches Prinzip, das fruchtbare Tal dagegen weiblich. Das Haupt gilt gleichzeitig als Symbol für Macht wie für Richtung, die der Kompass zeigt. Die Wölbung des landschaftlich gebildeten Körpers steht für den Begriff der Höhle, in der die Legenden zu Hause sind, ebenso aber für die menschliche Aktivität im Sinne des Bergbaus und der Durchdringung der Erde in der Gestalt des Tunnels.

Mit grosser Unbefangenheit hat es der Künstler unternommen, dieselbe Figur, den Bergkönig, in einer Art experimenteller Gegenprobe umzudrehen, um seine Innenseite als die Skulptur ‚Das Tal‘ zu deklarieren,C11 Die Bedeutungsanreicherung wird auf diese Weise . . dia^ lektisch bewirkt. Mythos und Gegenwart, Natur und Artefakt sind für Beuys die jeweils wechselnden Ansichtsseiten seiner realen und wie wir immer wieder erfahren theoretischen Abieitungen…» Beuys hat für den Stationenweg seiner Ausstellung im Uuggenheim Museum «Val(Vadrec[t])», 1961 und «Bergkönig», 1958-61 in Station 7 vereint gezeigt : «Es geht hier nicht um Landschaft im malerischen Sinne, sondern um die plastische Wucht von Bergen und folglich von Tälern als Folge der die Berge gestaltenden Kraft der Gletscher. Val hat Rückgratgestalt, eine Skelettstruktur als Hinweis auf die Ähnlichkeit zwischen Naturund Menschenformen.

Das findet sich auch im ‚Bergkönig‘ und in der ‚Rückenstütze‘. Das Ganze wird zur geistigen Landschaft. Berge sind in hohem Grade mineralisch, sie sind das grossangelegte Skelett der Erde, eine skierotische Tendenz, die … sich im Monde fortsetzt. Im Gegensatz dazu ist das Tal der bewohnbare Humus des Planeten. Andererseits enthält die mineralische Qualität der Berge grosse Kraft und potentielle Regeneration von Materie. Psychologisch bedeutet das einen hohen Grad an Bewusstsein. In vielen Zeichnungen habe ich Penninus aufgerufen, den archetypischen Berggeist der Bergkette, die sich von den Penninen bis zum Apennin durch Europa erstreckt. Mit meinem Environment ‚Voglio vedere le mie montagne‘ denke ich an den inneren Archetyp der Idee des Berges: die Berge des eigenen Se/bsf».2 Bekanntlich hat Beuys mehrere Schreibweisen für den Titel dieses Environments niedergeschrieben: «le miei monfagne// miei montagne», um den «männlichen» Charakter des Berges hörund sichtbar zu machen. «Val» oder «Vadrec» sind in Graubünden die Bezeichnungen für Täler.

Der Titel des Environments soll der letzte Wunsch sein, den der für Beuys wichtige Maler Giovanni Segantini vor dem Tode geäussert hat: «Ich will meine Berge sehen.» Zum «Bergkönig» sagte Beuys: «Dieser Berg ist auch eine menschliche Figur. Ob diese ein realer König oder ein erfundener ist, spielt keine Rolle. Interessant aber ist, dass er aus zwei getrennten Teilen besteht: aus Körper und Kopf. Wesensmerkmal des Kopfes ist ein Drehelement, wie ein Kompass, ein Gyroskop oder ein den Zeitfaktor suggerierendes Zifferblatt. Mein Interesse liegt im Psychologischen, das im Physiologischen eingelagert ist: das Zeitelement, positiv (Berg) und negativ (Tal). Der König ist ausgehöhlt wie ein Tunnel. Der Tunnelaspekt suggeriert die Aktivitäten des Menschen, seinen Willen die Oberfläche zu durchstossen, zu graben, zu tunneln, zu kanne-lieren. Aber es ist auch der Höhlenaspekt, in der Legenden und Folklore des Berges ihren Ursprung haben. Und er verweist auf das Aquarell ‚Enthaupteter König‘ (1956), dem das Herz herausspringt, um eine selbständige Existenz zu führen».3 In der Entwicklung des Beuysschen Werkes sind mit der Gruppe der drei Skulpturen «Jungfrau» (1961) in den späten 50er Jahren die christlichen Elemente seiner frühen plastischen Arbeiten nun aufgegangen in seine Untersuchung der «Naturkräfte, … von planetarischen Bewegungen mit kosmischen Dimensionen» «Es isf eine Mythologie in einer völlig neuen Kon-stellatton. Das ist vielleicht das erste Anzeichen für den Übergang über (die) Schwelle, der mir wichtig ist».

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Eine Antwort zu “Naomi Campbell

  1. Hat dies auf KUNST MAGAZIN rebloggt und kommentierte:

    Zu der beliebtesten Art des Eklektizismus gehört es heutzutage, auf den erdrückenden Bilderberg und die endlose Nachrichtenfülle hinzuweisen, die jegliche künstlerische Originalität schwierig, wenn nicht unmöglich macht.

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