Das Portrait – Bilder die bewegen; KATE MOSS

Das Fotomodel Kate Moss portraitiert von dem Konzeptkünstler Ralph Ueltzhoeffer (2007). Biographische Schriftelemente im Zusammenspiel mit einer Portraitfotografie zu einer neuen Bildeinheit verschmolzen. Typogrphische Elemente in der Kunst – das lesbare Portrait von Kate Moss.
Kate Moss, Textportrait
Titel: „Kate Moss“, Text Portrait von Ralph Ueltzhoeffer, Digitalprint (C-Print) auf Fotopapier auf Aludibond aufgezogen. (100 x 140 cm). Courtesy A. Poe, Blum Roberts, Exhibition No. 152-6, Ralph Ueltzhoeffer (Kate Moss).

Texte zur Kunst: Das ist die Leichtigkeit, mit der sich ein Künstler zu etwas äussern kann, wenn er vor Augen hat, was er künstlerisch und menschlich erreichen will; beim Denken in Gegensätzen wie z. B. «Ungeformtes/Geformtes» bzw. in Aggregatszuständen wie «flüssig/fest» wird die Darstellung eines Wandlungsprozesses möglich gemacht. Dem Künstler, der ein soziales und gesellschaftliches Anliegen vertritt, das beim Individuum ansetzt, steht nun ein Diagnoseinstrument zur Verfügung, mit dem er zur Sprache bringen kann, was ihn beschäftigt, wenn er Materialien findet, sie erforscht, in eine Form bringt, sie präsentiert usw. Beuys hat betont, daß er gezwungen war, Fett zu nehmen, tatsächlich kein anderes Material gibt, das eine solche Anmutungsqualität hat», wodurch Kreativitätszentren dargestellt werden können: Formloses Fett steht bei Beuys für «reine Energie» (chaotischer Pol), das Wollen, das zunächst unbestimmt ist, während die geometrische «Fettecke» mit den drei rechten Winkeln für den festgelegten Gedanken, das bestimmte, geordnete Denken steht (Formpol). Beuys interessiert sich für die Bewegung zwischen den beiden Polen als Bewegung zwischen Wille und Verstand, Unbestimmtheit und Bestimmtheit, Wärme und Kälte, organischer und kristalliner Struktur, Natur und Geist, Leben und Tod.6 Der Darmstädter «Fettstuhl» mit der Fettecke ist ohne den «Fettstuhl l» auf grosse Erklärungen angewiesen, während er in Nachbarschaft zu ihm seinen in der Verwendung des Materiales Fett angelegten Hang zur Veranschaulichung prozessual eingebundener Gesichtspunkte entfalten kann.

Die amorphe plastische Masse auf dem Stuhl ist selbstverständlich nur ein Bild, eine Darstellung des Ungeformten im Gegensatz zur Geformtheit der «Fettecke», sie macht aber deutlich, dass die isolierte Präsentation der beiden Objekte verhindert, dass die Objekte senden können, ohne, dass immer einer dabeistehen muss, der «dem Hasen die Bilder erklärt». Beuys hat den «Fettstuhl l» 1984-85 fertiggestellt, jedoch muss er ihn schon einmal 1964 in gleicher bzw. vergleichbarer Form hergestellt haben, zumal er ihn selbst als den Vorläufer des Darmstädter «Feftstuhls» bezeichnet hat.7 Wahrscheinlich hat Beuys die Zusammengehörigkeit der beiden in den sechziger Jahren entstandenen Versionen der Stühle später, aus historischer Perspektive auf die künstlerische Entwicklung seiner Ideen noch einmal wiederentdeckt und rekonstruiert. Ihre Qualität besteht gerade darin, dass sie den künstlerischen Prozess exemplarisch darstellen.

*Literaturnachweise: Kate Moss.
*Portrait/Biographische Texte: Kate Moss, Ralph Ueltzhoeffer.
*Portrait (Lizenz): Frei (Kate Moss, Ralph Ueltzhoeffer).
*Biographie: Kate Moss (Wikipedia).
*Portrait-Kunst: Ralph Ueltzhoeffer/Textportraits/Biographieportraits.
*Kunstprojekt: „Textportrait“ (Kate Moss).

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