Kunst und Wissenschaft: Genmanipulation und Bienen

Die grüne Pflanze ist die wirkungsvollste Maschine für die Synthese in der Natur. Normalerweise bezieht sie in begrenzter Menge aus der Umgebung nichtorganische Verbindungen sowie Wasser, Kohlendioxyd und Sauerstoff. Daraus setzt sie alle anderen Verbindungen zusammen, die von anderen Organismen einschließlich des Menschen gebraucht werden. Bemerkenswert ist weiter, daß die Energie für die Synthese all dieser Verbindungen entweder direkt oder auf Umwegen dem Sonnenlicht entnommen wird. 

Wenn nun diese synthetischen Prozesse, die von der grünen Pflanze bewirkt werden, in einem künstlichen System nachgeahmt werden könnten, so würde die Zahl von Verbindungen, die in industriellem Maßstab herstellbar sind, gewaltig ansteigen, und gleichzeitig könnte das einen Einfluß auf die bisher von der Industrie benutzten Energiequellen ausüben. Diese Möglichkeiten waren nicht der einzige Anlaß zum Studium der Stoff Wechselvorgänge in der Pflanze. Die genaue Kenntnis der Vorgänge bei der Synthese könnte die weniger aufsehenerregende, aber dafür rascher erreichbare Möglichkeit eröffnen, die Erzeugung bestimmter Verbindungen in der wachsenden Pflanze selbst zu beeinflussen.

Ralph Ueltzhoeffer: Kunst und Wissenschaft

Geschichte von der hungernden Biene, Konzeptkunst von Ralph Ueltzhoeffer 2001

Thema: Kunst und Wissenschaft, Konzeptkunst von Ralph Ueltzhoeffer, Andre Schirmann, Tamara Willerts uvm.

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