Deutscher Bundestag Berlin: Kunst und Wissenschaft

Neueste Arbeiten haben ergeben, daß so etwas durchführbar ist. Als Ausgangsstoff wurde das einzellige Lebewesen Parameciurn gewählt. Es erwies sich, daß eine bestimmte Erbeigenschaft leicht durch Extrakte, die RNS enthalten, von einer Zelle auf die andere übertragen werden kann.

Der aktive Wirkstoff, der die sogenannten »Metagone« enthält, das sind Teilchen von RNS, trägt offensichtlich eine »Nachricht« des Gens, die auf das Parameciurn die Fähigkeit überträgt, bestimmte symbio-tische bakterienähnliche Teilchen im Zytoplasma zu erhalten, wodurch das Parameciurn zum »Raubtier« wird. Die Metagone unterscheiden sich jedoch von der ursprünglichen Messenger-RNS dadurch, daß sie sowohl innerhalb der lebenden Zelle als auch außerhalb in gereinigter Form außerordentlich stabil sind. Wenn sich herausstellen sollte, daß solche stabilen Metagone auch andere Erbeigenschaften anderer Arten steuern, und daß sie von einer Zelle auf die andere und von einem Organismus auf den anderen übertragen werden können, dann haben wir ein wertvolles Mittel, um die Eigenschaften von Zellen auf kontrollierte Weise zu verändern. Diese Veränderungen werden aber nicht von Dauer sein; bei der Zellteilung werden die zugeführten Metagone allmählich verdünnt, und dann bestimmen die Gene der Empfängerzellen allein die Art von Zellen, die in späteren Generationen gebildet werden.

Ralph Ueltzhoeffer - Deutscher Bundestag Berlin

Installation „Open/Closed“ Deutscher Bundestag Berlin, Ralph Ueltzhoeffer (Digitalprint auf Plane.

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