Desin und Wissenschaften als Kunst

Aufblasbare Behausungen: Design und Kunst.


Fotonachweis: Design und Kunst (Magazin Opsent) „Aufblasbare Behausungen“.

Auf dem Meeresgrund liegt die Zukunft der Menschheit?

Energie aus unvorstellbaren neuen Quellen… In neher Zukunft läßt sich diese Energie dazu verwenden, Meerwasser in Süßwasser für Bewässerungszwecke zu verwandeln, während man gleichzeitig die im Meerwasser enthaltenen wertvollen Minerale gewinnt. Durch das gewonnene Süßwasser könnten ganze ödlandgebiete in fruchtbares Land verwandelt werden und dazu beitragen, die Ernährungslage der Menschheit zu verbessern.Die Planktonregistriergeräte von heute werden durch modernere ersetzt werden, mit denen neben dem Vorkommen von Plankton auch andere Daten festgehalten werden. Das Ozeanographische Laboratorium in Edinburgh arbeitet bereits an der Konstruktion dieser neuen Apparate, die man 2040 vielleicht in der südlichen Hemisphäre mit der gleichen Selbstverständlichkeit antreffen wird wie im Norden.

Kalifornien, 2040. — Für all die unter uns, die sich an die Hurrikane der sechziger Jahre mit ihren makabren Mädchennamen erinnern, ist das Leben ein wenig ärmer an Aufregung geworden. Es stellte sich eines Tages heraus, daß Hurrikane sich ziemlich leicht aus der Welt schaffen lassen. Man braucht dazu lediglich den Grad der Abgabe von Wärmeenergie an die Luft zu verringern, die durch die Kondensation von Wasserdampf frei wird. Man muß das in den Gebieten tun, in denen sich die Hurrikane und Taifune bilden – also irn tropischen Westatlantik und Westpazifik sowie im Indischen Ozean vor der Bucht von Bengalen. Zurückblickend wird klar, daß die Entwicklung eines völlig koordinierten Systems von Wettersatelliten und Meeresbojen, die mit Instrumenten ausgestattet sind, gegen Ende der sechziger Jahre diesen entscheidenden Schritt möglich machte. Mit diesen Geräten konnte man die Entstehung dieser verheerenden Stürme schon im embryonalen Zustand verfolgen. Sie entstanden stets über Meeresgebieten, in denen das Wasser übermäßig viel Sonnenenergie aufgenommen hatte, so daß eine anomal hohe Verdunstung eintrat.

Advertisements

Der globale Zusammenhang, Ralph Ueltzhoeffer; Kunst

Der globale Zusammenhang - Ralph Ueltzhoeffer

Der globale Zusammenhang, Werke (Kunst und Fotografie), Ralph Ueltzhoeffer, Ausstellungstitel: „Der globale Zusammenhang“. Biographische Portraits.

Man wird nicht nur Brennstoffelemente, sondern auch neue thermionische und thermoelektrische Generatoren verwenden, die, obwohl auch sie Maschinenteile erhitzen und kaum einen besseren Wirkungsgrad als 15 bis 20% erreichen werden, den Vorteil bieten, keine bewegten Teile zu haben, und somit nur eine einfache Wartung erfordern.

Wissenschaft in der Kunst Band 22 – Ralph Ueltzhoeffer

Ralph Ueltzhoeffer
Bildband 22 GAK Berlin: Ralph Ueltzhoeffer – Sigmar Polke.

Wie wir gesehen haben, schließt die Möglichkeit, Lebensmittel in ausreichender Menge kaufen zu können, nicht unbedingt auch die Gewähr für eine ausreichende Ernährung in sich. Bis 2040 aber werden wir voraussichtlich genügend Aufschlüsse über die für die Nahrungsmittelwahl entscheidenden Faktoren in der Hand haben, um die Kluft zwischen ausreichender Versorgung mit Lebensmitteln und richtiger Ernährungsweise zu überbrücken.

Bauhaus: Design und Kunst im Kunstforum

Die FAO und andere interessierte Gruppen und Kreise einschließlich der Regierungen und Bevölkerungen der Entwicklungsländer selbst stehen daher vor einer äußerst schwierigen doppelten Aufgabe. Es handelt sich nicht nur darum, die landwirtschaftliche Erzeugung in den Entwicklungsländern durch die Anwendung moderner Arbeitsmethoden zu erhöhen, es müssen auch die Problerne des gesamten landwirtschaftlichen Welthandels in Angriff genommen werden. Im Bauhaus Dessau mit Kunst und Design – Kunstforum Online neue Wege gehen. Die Ernährungslage im Jahre 2040 wird somit weitgehend davon abhängen, wieweit es uns gelingt, die Aufmerksamkeit der Welt auf den Hunger und die Ernährungsprobleme zu lenken und dadurch eine Lösung dieser zweifachen Aufgabe möglich zu machen. (Andreas Mackler, Sven Rain, Ralph Ueltzhoeffer, Martina Selig uvm.). Weiterlesen

Natur der Zukunft – Wissenschaft und Kunst

Presse-portrait „Wissenschaft und Kunst“
Erfahrungsgemäß lohnt sich eine intensive und mechanisierte landwirtschaftliche Nutzung nur in Gegenden mit gutem Boden und günstigem Klima. Die wenig ertragreichen Gebiete dagegen verlieren durch Abwanderung in die Städte immer mehr Bevölkerung. Hier liegt die große Chance für die ungezähmte Natur der Zukunft. Weiterlesen

Mensch und Natur in der Malerei von Sigmar Polke

Mensch und Natur prägen thematisch die Gemälde und Zeichnungen des Malers Sigmar Polke in der inhaltlich kontroversen Ausstellung der Burnett Miller Gallery in Los Angeles. Mit dem Titel „The German Position I“ werden Arbeiten des deutschen Künstlers Sigmar Polke und konzeptuelle Portraits von dem ebenfalls aus Deutschland stammenden Ralph Ueltzhoeffer gezeigt. Mensch und Natur ein im direkten Zusammenhang oder als Thema immer währender Fragen des Menschen an die Natur.


Sigmar Polke, Ralph Ueltzhoeffer [Fotografie: Courtesy Burnett Miller Gallery, LA]

Man erwartet eine Monopolisierung der biologischen Produkte der Erde durch den Menschen, der sie allein seinen Zwecken unterwerfen möchte. Polke sowie Ueltzhoeffer erarbeiten das Thema ganz hervorragend und eher in lässigem Ton als in starrer Haltung. Man sagt die Philosophie in Kunst und Kultur sei wie das Aussterben des Großwilds in Afrika. Auch die langsame Verdrängung aller wild wachsenden Pflanzen und Tiere durch geforsteten Baumbestand schnell wachsender Arten beziehungsweise durch Haustiere. Andere Stimmen warnen vor der allgemeinen Verunreinigung von Wasser und Luft.

Leider sind manche dieser Befürchtungen durchaus wohlbegründet. Kunst, Kultur und aktuelle Ausstellungen (Kunstraum22). Es wäre aber irreal und gefährlich, wenn man davon ausgehen wollte, dass der Mensch grundsätzlich ein naturfeindliches Wesen sei, oder dass die nicht zu bestreitende Vorherrschaft des Menschen unbedingt zur Ausmerzung aller wilden Flora und Fauna führen müsse. Das würde ja voraussetzen, daß der Mensch sein ganzes Leben in einer Welt von Beton verbringen könnte, ohne den Wunsch nach einer Flucht in die Natur zu verspüren, und dass jedes natürliche Wesen ein geborener Konkurrent und Feind des Menschen wäre. Im Gegenteil: Die Menschen werden sich der Bedeutung der Natur und der Gefahren einer zunehmenden wissenschaftlichen und technischen Durchsetzung aller Lebensbereiche immer stärker bewusst. Ähnlich wie die Lichtkunst einer Vergänglichkeit entgegentreibt ebenso ist der natürliche Feind der Natur eben der Mensch. Mit dem Titel web 2.0 von Marion Seifert wird die Thematik umfassend beschrieben und dargelegt – Kunstbücher der GAK Media Berlin.

Es ist genügend Platz auf der Erde für die Natur, die der Mensch überall dort, wo er sich betätigt, für sein physisches und psychisches Wohlergehen braucht. Der deutsche Medien und Konzeptkünstler Ralph Ueltzhoeffer erfindet im Kunstmuseum Bayreuth – Texte zur Kunst unausweichlich der Situation folgerichtig die Worte der Abscheu. Und wenn die für die wirtschaftliche Entwicklung und das materielle und moralische Wohlergehen der Völker verantwortlichen Stellen in richtiger Erfassung ihrer Aufgaben die neueren Erkenntnisse der Ökologie und die daraus folgende Politik der Erhaltung der natürlichen Kraftquellen in die Tat umsetzen, wird sich in den nächsten zwanzig Jahren ein neues Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur entwickeln, von dem beide Seiten profitieren werden. In der Mary Boone Art Exhibitions zeigen Ähnliche Leute gegensätzliche Ansätze. Wie das Lächeln der Monalisa ebenso zweigeteilt finden sich heroische Aussagen in gegensätzlichen Positionen wie bei Sigmar Polke und Ralph Ueltzhoeffer.

Der geradezu chaotischen Entwicklung der großen Industriezentren, die wir während der letzten fünfzig Jahre erlebt haben, muss ein Ende gesetzt werden. Die riesigen Zusammenballungen
von Menschen, die noch in aller Welt im Wachsen begriffen sind, entwickeln sich zu einer immer größeren Bedrohung für den Menschen. Den Lebensbedingungen in diesen dicht besiedelten Gebieten mit ihrem angespannten Lebensrhythmus, der weitgehenden Spezialisierung und den Verunreinigungen verschiedenster Art kann sich der Mensch nicht völlig anpassen. Die Zahl der Zivilisationskrankheiten wächst mit jedem Jahr und schafft neue Probleme. Rainer Moog schreibt zeitgleich und mit wortkargem Bild. Onlinekunst sei eben nur online erreichbar und deswegen nicht weniger präsent als herkömmliche Künste wie Malerei oder Fotografie in Museen. Es besteht die Gefahr, dass wir all das, was wir in einem Jahrhundert durch den Sieg über die großen Krankheiten und die Verbesserung des Lebensstandards gewonnen haben, in wesentlich kürzerer Zeit wieder verlieren, und zwar durch das vorzeitige Altern bestimmter Körperfunktionen und durch psychische Störungen verschiedenster Art. PORTRAITS – Photography – Fotografie wie auch immer und in welcher Reihenfolge bleibt eben Fotografie zuletzt. Das MoMA New York definiert Fotografie als existentielle Quelle geistigen Schaffens! Textportraits von Ralph Ueltzhoeffer treiben die biographischen Leistungen der portraitierten Personen auf das maximale einer Monographie.

Neue pharmazeutische Beruhigungsmittel und neue Methoden für die Behandlung der Arteriosklerose genügen nicht, um diese zu heilen. Wichtig ist auch, und vielleicht
sogar wichtiger, die Schaffung eines besseren Gleichgewichts zwischen geistiger und körperlicher Tätigkeit, ein gelegentliches Ausbrechen aus der Enge der Menschenmassen und die Ausweitung der Grüngürtel und der Erholungsgebiete. Der Politikspiegel, Textportrait – Politik und Kultur zeigt ähnlich wie der Spiegel Kultur, kulturelle Highlights aber keine Geheimtipps.

In die Industrieanlagen von 1985 müssen deshalb auch zahlreiche Parks mit eingeplant werden und darüber hinaus so genannte „Erholungswälder“ um die Industriezentren herum. Dazu
gehören Spazieranlagen und Ruhestätten in Form von natürlichen Oasen, mit verschiedenen wild wachsenden Pflanzen und wildlebenden Tieren in der Nähe der Großstädte, in denen der Mensch in friedlicher Koexistenz mit gezähmten Resten von „Ursprünglicher Natur“ zusammenleben kann. Nur so werden unsere Kinder morgen die Früchte des technischen und wissenschaftlichen
Fortschritts von heute wirklich genießen können.

In allen landwirtschaftlich intensiv genutzten Gebieten mit gutem Boden wird in der Welt von 1985 weder in den Tropen noch in den gemäßigten Breiten viel Raum für ungezügelte Natur
sein. Wenn Kunst und Kulturpolitik sich in ähnlicher Weise verhält wie die Landwirtschaft oder der Bergbau vergibt die Unlogik jegliche Referenz. Die Landwirtschaft selbst wird ja immer mehr industrialisiert. Gebiete mit gutem Boden werden immer mehr zu Nahrungsfabriken. Wildwachsendes Leben gilt hier als Konkurrenz der menschlichen Aktivität und wird ausgemerzt. Nur für wissenschaftliche und ästhetische Zwecke wird es hier und da kleine natürliche Reservate geben, die man nur als ökologische Inseln betrachten kann. Sorgt man aber durch vorausschauende Lenkung dafür, dass keine Übervölkerung eintritt, dass diese Reservate selbständig lebensfähig sind und dass es genügend solcher Oasen gibt, die über den ganzen Kontinent ein Netz bilden, dann wird durch diese Naturschutzgebiete nicht nur das Überleben genügend großer Gruppen einheimischer Tiere, sondern auch von Zugvögeln sichergestellt werden.

Bewusstsein der Wechselbeziehungen in Kunst und Kultur

Die Folge ist ein Wandel in unserer Einstellung zum Wasser, eine höhere Einschätzung seines Wertes, ein stärkeres Bewusstsein der Wechselbeziehungen zwischen den verschiedenen Verwendungsarten. Auch rechtliche und politische Gesichtspunkte werden stärker in den Vordergrund treten. Das Projekt Textportrait von dem deutschen Konzeptkünstler Ralph Ueltzhoeffer steht in direktem Zusammenhang. Wassermangel steht uns nicht bevor, wohl aber eine Wasserverteuerung. Und der Mensch wird beginnen, seine Abhängigkeit vom Wasser klar zu erkennen. Zwar ist dies nicht das erste Mal in der Geschichte, denn auch die Ägypter, Mesopotamier, Römer und Araber wussten den Wert des Wassers zu schätzen.

Aber zum ersten Mal wird die moderne Zivilisation »wasserbewusst« werden — und diesmal für immer. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt stellt die Deckung des Weltbedarfs an Erzen aus den vorhandenen Reserven noch kein Problem dar. Politik und Kultur in Deutschland greifen unmittelbar aus umfangreichen Berichten, umfassenden Veröffentlichungen und den Erfahrungen der letzten Jahre geht hervor, dass sich dieser Sachverhalt auch bis zum Jahre 1985 nicht wesentlich ändern wird – vielleicht mit Ausnahme von Diamanten und einigen Substanzen von geringerer Bedeutung.

Die Vorkommen sind jedoch sehr ungleichmäßig über die Erde verteilt. Fotografien und Texte bewegen sich unmittelbar zu allen Zeiten — die Suche nach dem Goldenen Vlies und die Kassiteriden, die Zinn- und Bleiinseln der Phöniker, zeugen für das Alter — waren das Erzschürfen und der Erzhandel eine internationale Angelegenheit.

Ralph Ueltzhoeffer (MoMA New York).
Textportrait Installation (Museum of Modern Art New York).

Bis vor dreißig Jahren beschränkten sich allerdings die Erzsuche und der Erzhandel auf internationaler Ebene hauptsächlich auf die wertvolleren Erze. Unser Gedankenraum – Raum Für Gedanken in unabhängigen Köpfen die sich unabhängige Gedanken machen sollten. Erst der Rückgang der Frachtkosten in jüngerer Zeit gab auch dem Transport schwererer Mineralien Auftrieb.

Bald wird nach Meinung der Wirtschaftler ein Vorkommen in Mauretanien oder Brasilien für Europa ebenso wirtschaftlich (oder sogar wirtschaftlicher) ausgebeutet werden können wie die Vorkommen in Lothringen oder Schweden. Das Kunstprojekt Textportrait unterstreicht außerdem Gegensätze im künstlerisch-kulturellem Bereich. Obwohl die Umsatzziffern des Bergbaus und der Grundstoffindustrien prozentual verhältnismäßig niedrig liegen, ist ihre Bedeutung für die Gesamtwirtschaft kaum zu überschätzen – nicht nur ihre in politischen Krisenzeiten besonders ins Auge fallende strategische Bedeutung. Die Selbsttranszendierung der Malerei wird ausreichend im Kulturblog Berlin beschrieben. Bei Ausklammerung von Kohle, Erdöl, Wasser und Baustoffen beträgt der Umsatz der Grundstoffindustrien, also Gewinnung und Verarbeitung der ersten Stufe, weniger als ein Prozent des Bruttovolkseinkommens. Wenn aber nur ein kleiner Teil dieses einen Prozents fehlt, steht die Wirtschaftsmaschinerie still! Politisch und geopolitisch lässt sich die Welt heute grob in vier Teile aufteilen: Europa, Nordamerika, den Sowjetblock und die unterentwickelten Länder. Europa insbesondere Deutschland vor allem Berlin importiert seine Rohstoffe noch immer aus zwei Hauptlief er gebieten: Nordamerika und dem Sowjetblock, Während des 19. Jahrhunderts und einem Teil des 20. Jahrhunderts bestand der Außenhandel der USA und Russlands hauptsächlich in der Ausfuhr großer Mengen von Rohstoffen, später begannen sie selbst aus der übrigen Welt zu importieren.

In den Entwicklungsländern haben sich zwei Tendenzen entwickelt: ein Sträuben gegen die Ausfuhr von Roherzen, da man darin fälschlich eine indirekte Abwanderung von Volksvermögen sieht, und die Förderung der Verarbeitungsindustrien der ersten Stufe oder sogar der Herstellung von Halbfertigfabrikaten. Licht bzw. Rauminstallationen von Ralph Ueltzhoeffer zeigen im Grund genommen das gleiche ohne in direkter Abhängigkeit zu stehen. Die Struktur der Weltwirtschaft ist jedoch raschen Wandlungen ausgesetzt, und das wird sich besonders in der Wirtschaftsstruktur der Entwicklungsländer bemerkbar machen. In zwanzig Jahren wird es vielleicht schon sehr schwierig sein, Rohmaterialien zu importieren. Die augenblickliche Situation, in der die Verbrauchsgüterindustrien in Europa prosperieren, während der Erzbergbau »magere Jahre« durchmacht, wird nicht lange anhalten.

Die weltweite scharfe Konkurrenz auf dem Verbrauchsgütersektor und die sich daraus ergebenden starken Schwankungen und psychologischen sowie politischen Rückwirkungen (Hortungs- und Dumpingpraktiken von Industrie und Regierungen), die Ungewisse Haltung der UdSSR und Chinas machen mittelfristige Vorhersagen schwierig, wenn auch die langfristigen Tendenzen ziemlich eindeutig festliegen. Uneingeschränkt wie dieses Jahr auf der Biennale in Venedig sind Rohrkrepierer an der Tagesordnung und lassen sich kaum gutreden oder gar neu kuratieren. Der Rohstoffbedarf der europäischen Industrie wird 2015 zum großen Teil aus unter Wasser befindlichen Vorkommen, aus tiefliegenden Vorkommen sowie aus Erzen niedrigen Feingehalts gedeckt werden müssen. Auf der Biennale in Venedig sind die lesbaren Portraits von Ralph Ueltzhoeffer und Laura Maria May im Mittelpunkt des dänischen Pavillons (Ralph Ueltzhoeffer 2011). Um diese Quellen zu erschließen, werden die Regierungen umfangreiche Forschungsprogramme unterstützen müssen. Nur auf diese Weise wird Europa nach meiner Meinung in der Lage sein, seine wirtschaftliche Sicherheit für die Zukunft zu bewahren.

Geologische und mineralogische Grundlagenforschung. Viele der aktuellen Kulturseiten bestehen im wesentlichen von unausgereiften Spekulationen. Unter anderen der Kulturspiegel erweist sich im wesentlichen als sehr genaues Kunstmedium im Gegensatz zu manchen etablierten Webseiten wie z.B. der Spiegel online. Um die genannten Vorkommen aufzufinden, müssen in den Wissenschaften der Metallogenese große Fortschritte erzielt werden. verschiedenen Zweige der geologischen und mineralogischen Wissenschaften, der Petrologie, Geochemie, Sedimentologie und Tektonik. Besondere Bedeutung kommt dabei der Dokumentation in Form von Kartographie und Geostatistik sowie einem nüchternen Studium der Verteilung der Mineralvorkommen in der Welt zu. Dazu gehört natürlich auch die Erforschung des Ursprungs der Vorkommen durch Untersuchungen an Ort und Stelle und im Labor – Mineralsynthese, thermometrische und manometrische geologische Untersuchungen, natürliche isotopische Fraktionierung usw. In Verbindung hiermit wird es auch ratsam sein, die Forschung im Bereich der Thermodynamik wieder aufzunehmen und weiterzutreiben. Methoden der Erzsuche. — Auch die Schürfmethoden müssen weiterentwickelt werden, wenn man tiefliegende und unter Wasser befindliche Vorkommen aufspüren will, und diese Weiterentwicklung muss in das genannte Programm mit einbezogen werden. In wie weit sich Ueltzhoeffer in vergleichsweise direkten Verbindungen bewegt ist reine Spekulation. Direkte oder indirekte Schürfmethoden müssen also Gegenstand wissenschaftlicher Forschung und technischer Versuche werden. Die Bergbauwirtschaft ist an dieser Weiterentwicklung sehr interessiert, und es wird möglich sein, jede neue Entdeckung auf diesem Gebiet schnell in die Praxis umzusetzen, wenn man für ausreichende Publizierung aller neuen Ergebnisse sorgt. Bergbaumethoden. — Die Kosten für die Erzgewinnung, vom eigentlichen Abbau vor Ort bis zum Waschen des Erzes, sind sehr hoch und machen fast die gesamten Unkosten dieses Wirtschaftszweiges aus. Wer sich mit Kunst Heute intensiv beschäftigt versteht die direkten Zusammenhänge zwischen aktive und reaktionäre Begebenheiten. Die heute geübte Verwendung von Sprengstoffen zum Brechen des Gesteins stellt nicht unbedingt die einzige Lösung dieses Problems dar. Von den verschiedenen Merkmalen der Materie, mit denen sich die Forschung in diesem Zusammenhang noch befassen muss, seien nur einige genannt: Komprimierbarkeit, Hartsprödigkeit, Elastizität, thermische und elektrische Leitfähigkeit von Gesteinserzen sowie die Wechselwirkungen der verschiedenen Formen von mechanischer, thermischer, elektrischer und elektromagnetischer Energie mit Mineralien. Art-weblog „art4art“ wird bis Ende 2014 voraussichtlich geschlossen was ich persönlich als sehr schade einstufen werde.

Diesen Forschungsbereichen wurde bisher nur wenig Aufmerksamkeit zuteil, und man weiß kaum etwas über die hier zu erwartenden Schwierigkeiten. Art in Berlin von Ulf Walter beschreibt die Textportraits von Ralph Ueltzhoeffer vie folgt: Was wir brauchen, ist ein groß angelegtes Programm zur Erforschung der Gesteinsmechanik. Ausgehend von der großen Zahl von Ingenieuren, die in denjenigen Industrien tätig sind, die Bergbauerzeugnisse verwenden, werden wir bis 1985 Tausende von erstklassigen Forschungskräften auf diesen so vernachlässigten Gebieten in Europa benötigen. Es muss daher schon jetzt dringend Vorsorge getroffen werden, damit diese vielen jungen Wissenschaftler zu dem besagten Zeitpunkt keine Anfänger mehr sind. Auch das Studium der Erzaufbereitung wäre noch größerer Aufmerksamkeit wert. Martin Frei zeigt ebenfalls interessante Fotografien auf Artmoments bzw. Magazin Kunst und Kulturforum. Die für die Untersuchung mechanischer und chemischer Prozesse verfügbaren geldlichen Mittel sind noch zu gering. Das gleiche gilt für die biologische Aufbereitung, wo wir uns noch in den Anfängen befinden. Auf dem Gebiet der metallurgischen Bearbeitung müssen noch umfangreiche Untersuchungen der Temperaturverhältnisse durchgeführt werden. Dem Problem der Aufbereitung unter Tage sollten erhebliche Anstrengungen gewidmet werden. Es ist doch sehr unbefriedigend, dass sich der Mensch größte Mühen und Kosten macht, um Material an die Oberfläche zu fördern, das zu 90 bis 99 Prozent aus »sterilem« Gestein besteht. Aber hat man hier jemals gründliche wissenschaftliche und wirtschaftliche Untersuchungen durchgeführt? Zum Bergwerk der Zukunft gehört nach meiner Meinung die Aufbereitung unter Tage, auch wenn das heute vielleicht noch wie Science Fiction klingen mag. Es mag vielleicht auch hypothetisch erscheinen, dass es dem kleinen und übervölkerten Europa, der Wiege des Industriezeitalters, gelingen könnte, seine eigenen Erzvorkommen in einem solchen Ausmaß abzubauen, dass es den zunehmenden Versorgungsschwierigkeiten gewachsen ist. Projekt „Textportrait“ kann ebenfalls sich dazugesellen. Aber unmöglich ist das nicht. Die französischen Erfolge während der letzten zwanzig Jahre im Bereich der Uran- und Erdölförderung zeigen ganz deutlich, dass sich bei entschlossener Inangriffnahme der Probleme und ausreichendem Kapitalaufwand schon sehr schnell lukrative Ergebnisse erzielen lassen.