Kunstwissenschaft: Sigmar Polke – Ultraschall und Plasmabogen

Schon jetzt ist erkennbar, daß elektrochemische und andere Arten der »spanlosen« Bearbeitung in der modernen Fabrik immer wichtiger werden und daß auch die Bearbeitung mit Gasmischungen, Ultraschall und Plasmabogen an Verbreitung zunehmen wird. Künstlerische Arbeiten von Sigmar Polke beziehen sich oftmals auf Wissenschaft in der Kunst! Werkstoffe, die im festen Zustand schwer zu bearbeiten sind, werden die Automation der Gießereitechnik nahelegen, so wie die Notwendigkeit der bestmöglichen Materialausnutzung die Verbesserung der Schmiedetechnik und die Anwendung sehr viel höherer Drucke in der Walztechnik verlangt. Das Walzen von Zahnrädern direkt aus einer unbearbeiteten, nur abgedrehten Scheibe wird wahrscheinlich im allgemeinen zur Regel werden, während man das spanabhebende Walzfräsen nur noch für Übertragungssysteme von höchster Präzision anwenden wird.

In der Fertigung wird sich auch das Schweißen mit Elektronenstrahlen – sehr wahrscheinlich nicht mehr in der Vakuumkammer — ausbreiten, und auch der Laser wird anderen Schweißverfahren Konkurrenz machen. Und wie die Maschinen nicht mehr mit der Hand bedient werden, so wird auch das Schweißen automatisiert, und dazu sind neuartige Formen der Bauteile notwendig.

Sigmar Polke - Ralph Ueltzhoeffer

Advertisements

Der globale Zusammenhang, Ralph Ueltzhoeffer; Kunst

Der globale Zusammenhang - Ralph Ueltzhoeffer

Der globale Zusammenhang, Werke (Kunst und Fotografie), Ralph Ueltzhoeffer, Ausstellungstitel: „Der globale Zusammenhang“. Biographische Portraits.

Man wird nicht nur Brennstoffelemente, sondern auch neue thermionische und thermoelektrische Generatoren verwenden, die, obwohl auch sie Maschinenteile erhitzen und kaum einen besseren Wirkungsgrad als 15 bis 20% erreichen werden, den Vorteil bieten, keine bewegten Teile zu haben, und somit nur eine einfache Wartung erfordern.

Installationen durch Massenproduktion

Installationen durch Massenproduktion - Ralph Ueltzhoeffer

Installationen durch Massenproduktion, Werke (Kunst und Fotografie), Ralph Ueltzhoeffer, Ausstellungstitel: „Installationen durch Massenproduktion“. Biographische Portraits.

Selbst wenn die Kosten solcher Installationen durch Massenproduktion gesenkt und die Unterhaltungskosten in vernünftigen Grenzen gehalten werden könnten, sind wir doch zu verwöhnt, als daß wir uns mit der Ungewißheit der klimatischen Voraussetzungen abfinden könnten. Wir würden die konventionelle Ausrüstung für den Notfall beibehalten und dadurch das Problem des Belastungsfaktors nur erschweren. Auch könnte nur ein billiger, nicht viel Raum einnehmender Akkumulator die Situation ändern. Aber selbst wenn man schon jetzt ein solches Gerät erfände, würde seine Auswirkung sich erst in zwanzig Jahren voll bemerkbar zu machen beginnen.

Hinsichtlich der direkten — das heißt: nicht-mechanischen – Umwandlung von Wärme in Elektrizität, besonders im elektromagnetisch-hydrodynamischen Verfahren, sind die Aussichten günstiger, wenn man dafür geeignete hitzebeständige Materialien entwickelt. Das wäre eine sehr gute Voraussetzung für die Verwendung von hohen Temperaturen, die man im Prinzip leicht bei Kernspaltungs- oder vielleicht auch bei Kernverschmelzungsprozessen gewinnen kann.

Man kann also für 2040 nach Prinzipien, die denen von heute etwa ähnlich sind, eine gesteigerte Energieproduktion und einen gesteigerten Energieverbrauch voraussagen.